Die Windbeanspruchungen von Hochhäusern resultieren unter anderem aus der Verteilung der mittleren Windgeschwindigkeit über die Bauwerkshöhe sowie aus der Turbulenz des Windes. Zur Analyse dieser Parameter für den innerstädtischen Bereich erfolgten Messungen mit Flügelrad-Anemometern, die an zwei markanten Hochhäusern des Frankfurter Bankenviertels installiert waren: auf der Baustelle des 198 m hohen Main-Towers sowie am Commerzbank-Hochhaus. Die ermittelten Profile der Windgeschwindigkeiten liegen deutlich unter den Windprofilen der Normen sowie auch dem Windprofil des Ergänzungserlasses des Hessischen Ministeriums des Innern zu DIN 1055-4:1986-08 »Windlasten bei hohen Hochhäusern im Raum Frankfurt am Main«. Der Einfluss der Windturbulenz nimmt mit zunehmender Bauwerkshöhe ab. Für Starkwinde aller Anströmrichtungen erscheint es nach derzeitigem Kenntnisstand für Frankfurts Innenstadt als ausreichend, die Geländerauigkeit gemäß der Kategorie »Vororte« nach DAVENPORT anzusetzen.
Carl-Alexander Graubner
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