Die zerstörungsfreie Prüfung von Holzwerkstoff-Platten ist bei Bestimmung der Resonanzfrequenzen einseitig eingespannter Platten mit Erfolg auf Platten in Produktionsgröße übertragbar. Der erfolgreiche Einsatz von berührungslosen Schwingungsaufnehmern und automatisierten Meß- und Auswertungsroutinen macht deutlich, daß die Umsetzung des Verfahrens in den Prototyp einer Prüfmaschine zur kontinuierlichen Überwachung von Spanplatten-Anlagen oder Anlagen zur Herstellung mitteldichter Faserplatten (MDF) möglich ist. Die notwendigen Randbedingungen dazu wurden im Projekt erarbeitet. Die Zusammenhänge zwischen den dynamisch ermittelten Elastizitäts-Moduln und den statisch an Normproben bestimmten Daten sind hoch. Im Industrieversuch konnte zudem gezeigt werden, daß auch die Messungen an heißen Platten mit guter Genauigkeit eine Aussage über die Eigenschaften der konditionierten Platten zuläßt. Eine Abschätzung und Trendanalyse der Querzugeigenschaften ist mit den Verfahrensdaten ebenfalls möglich. Die Umsetzung des Verfahrens in den Produktionsprozeß bedarf eines taktweisen Handlings der Platten. Dies kann erreicht werden, indem einzelne Platten nach der Presse aus dem Produktionsstrang entnommen, gemessen und wieder eingeschleust werden.
M. Schulte
Baustoff Holzwerkstoff Bauforschung Allgemein Herstellung Produktion Spanplatte Holzfaserplatte Biegefestigkeit Querzugfestigkeit Elastizitätsmodul Schubmodul Prüfung Eigenschwingung Schwingung