Schäden an der Gebäudehülle und versteckte Verarbeitungsfehler lassen sich heute zu allen Jahreszeiten und auch unter Sonneneinstrahlung thermografisch lokalisieren. Der Leitfaden beschreibt den Einfluss von Regen, Wind, Luftfeuchtigkeit und Temperaturschwankungen bei thermografischen Messungen, gibt Empfehlungen zur Wahl der Messausrüstung und zur Verfahrensweise bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen.
Die Thermografie hilft bei der Planung von Instandsetzungen, ortet Dichtungslecks und kann in Bauteilen überhöhte Feuchtigkeitsgehalte nachweisen. Auf der Suche nach Wärmeverlusten ist auf Infrarotthermografie-Messungen Verlass, sofern stationäre Temperaturverhältnisse herrschen. Etwa 20 Prozent der unter winterlichen Bedingungen ausgeführten thermografischen Aufnahmen hatten bislang keine Aussagekraft. Deshalb ist an der Zuverlässigkeit der zerstörungsfreien Untersuchungsmethode gearbeitet worden. Jetzt lassen sich nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer und während der anderen Jahreszeiten versteckte Verarbeitungsfehler und Bauschäden der Gebäudehülle thermografisch visualisieren. Es ist möglich, an einem Wärmedämmsystem zu einem beliebigen Zeitpunkt und auch bei Sonneneinstrahlung defekte Dämmplatten, Fugen, fehlerhafte Verdübelungen oder einen Plattenversatz berührungslos zu lokalisieren. Dazu liegt ein Leitfaden für Anwender vor. Er enthält Empfehlungen zur Messausrüstung und rät, wie in den Jahreszeiten bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen vorzugehen ist. Außerdem wird der Einfluss von Regen und Wind, hoher Luftfeuchtigkeit und von Temperaturunterschieden bei thermografischen Messungen erklärt.
Alexandra Raicu
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