An Mauerwerk mit fehlender oder defekter Horizontalabdichtung entstehen gerade im Sockelbereich häufig Schäden durch aufsteigende Feuchtigkeit und eingetragene Salze. Zur Sanierung oder zum nachträglichen Einbau von Horizontalsperren kommen heute neben einer Reihe mechanischer und elektrophysikalischer vor allem chemische Verfahren mit Bohrlochinjektionen zum Einsatz. Eine Reihe von Laborversuchen zur Wirksamkeit handelsüblicher Injektionsmittel auf unterschiedlicher Wirkstoffbasis zeigt aber, daß bei einem dauerhaft wassergesättigten Untergrund keines der untersuchten Mittel eine nach definierten Grenzwerten wirksame Horizontalsperre gewährleisten kann, sofern eine Trocknung des beaufschlagten Mauerwerks nach der Injektionsmaßnahme nicht möglich ist. Nach einer ausreichenden Trocknungsphase sind zumindest einige Injektionsstoffe in der Lage, eine ausreichende Reduktion aufsteigender Mauerfeuchte zu bewirken.
G. Pleyers
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