Es sollte ein Beitrag zur Erhöhung der Zuverlässigkeit raumlufttechnischer Anlagen geleistet werden. Ziel war es, durch Erfassung des Elektro-Energieverbrauches von unterschiedlichen Abluftanlagen Wege zur Verringerung des Elektro-Energieeinsatzes für die Lüftung aufzuzeigen. Es wurden marktübliche Abluftanlagen für 6-, 8- und 11-geschossige Wohngebäude und deren Bauelemente unter Laborbedingungen untersucht. Insgesamt wurden 9 Zentralentlüftungsanlagen (ZEA) und 4 Einzelentlüftungsanlagen (EEA) aufgebaut und geprüft. Bei der für die Praxis wahrscheinlich üblichen Betriebsweise von mindestens 75% Grundlüftung und maximal 25% Bedarfslüftung weisen die ZEA Leistungskennzahlen von 0,153 bis 0,330 W/(cbm/h), die EEA solche von 0,361 bis 0,703 W/(cbm/h) auf. Die größeren Werte bei den EEA sind hauptsächlich durch die wesentlich schlechteren Wirkungsgrade der verwendeten Einzelventilatoren (ca. 2% bis 10%) gegenüber denen der Zentralventilatoren der untersuchten ZEA (ca. 15% bis 35%) begründet. Zentralentlüftungsanlagen sind deshalb für den Dauerbetrieb besser geeignet. Aber auch bei ihnen sind noch Einsparpotentiale an Elektroenergie vorhanden, die beschrieben werden.
Hans-Dieter Krüger
Technischer Ausbau Lüftung/Kälte/Anlage(K) Bauforschung Allgemein Wohnungslüftung Klimatechnik Kennzahl Energieverbrauch Energieeinsparung Raumlufttechnik Abluftanlage Entlüftung Ventilator Wirkungsgrad Stromverbrauch