Was für eine Entwicklung: In zwölf Jahren und vier Monaten avancierte Berlin von einer pulsierenden Weltstadt zum Herzen
der Finsternis und sank dann, wie Bertolt Brecht formulierte, zum „Schutthaufen bei Potsdam“.
In fünfzehn Kapiteln umreißt dieses Buch die Geschichte Berlins in jener Zeit. Die Autoren wollen keine abstrakte Abhandlung,
sondern eine konkrete Geschichte dieses „Monsters“ (Kai-Uwe Merz) jenseits der zu Chiffren erstarrten, allseits bekannten „großen“ politischen Ereignisse schreiben. Was passiert also, wenn „große Geschichte“ auf eine Stadtgesellschaft trifft? Wer in dieser Gesellschaft macht „Geschichte“, wer profitiert von ihr, leidet unter ihr, arrangiert sich mit ihr? Wie tragen eine Stadt und ihre Gesellschaft dazu bei, inwiefern sind sie ihr Initiationspunkt, ihr Ziel oder ihr Opfer? Und wie manifestieren sich nationalsozialistische Ideologie und Herrschaftspraxis letztlich in der Stadt und durch die Stadt?
Mit innovativem Zugriff analysieren die beiden ausgewiesenen Berlin-Kenner Christoph Kreutzmüller und Bjoern Weigel die Geschichte der Hauptstadt im Nationalsozialismus. Ausgangspunkt für diese Alltagsgeschichte der besonderen Art sind idealtypische öffentliche, halböffentliche und private Orte – vom Bett bis zum Reißbrett.
Anhand dieser Orte beschreiben die Autoren, wie die nationalsozialistische Ideologie und Herrschaftspraxis auf die Stadt und ihre Gesellschaft wirkten. Gespräche am Kneipentresen geraten dabei ebenso in den Blick wie die Ritualisierung des öffentlichen Lebens oder die Geschehnisse in den vielen verschiedenen Haftorten im Stadtgebiet.
Eine Alltagsgeschichte der Reichshauptstadt in der NS-Zeit
Innovativer Zugang anhand konkreter Lebens- und Erfahrungsräume
Geschrieben von zwei renommierten Experten
Mai 2025: 80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs
Veranstaltungen organisiert von Kulturprojekte Berlin im Rahmen der Reihe 80 Jahre Kriegsende
Die Autoren stehen für Lesungen und Veranstaltungen zur Verfügung
Christoph Kreutzmüller
Christoph Kreutzmüller, geboren 1968, Dr. phil., ist Vorstandsvorsitzender des Vereins Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin und Co-Leiter des Projekts »#LastSeen. Bilder der NS-Deportationen«. Zuvor war er u. a. Mitarbeiter der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee- Konferenz sowie Kurator der Dauerausstellung im Jüdischen Museum Berlin.
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»Ein Buch, das uns die vielleicht dunkelste Geschichte Berlins auf ganz und gar neue, schon fast intime Art und Weise nahe bringt.«
Gesa Ufer, radioeins
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»Das beste Buch über Berlin im 3. Reich. Die originelle Struktur eröffnet viele sonst unberücksichtigte Blickwinkel und versteht das Schicksal der Juden bestens zu kontextualisieren.«
Moshe Zimmermann
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»Die Autoren sind ausgewiesene Kenner der Materie und Praktiker der Erinnerungskultur. Ihr Buch ist beispielhaft.«
CULTurMAG
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»Über den Alltag von Menschen kann man die Geschichte ganzer Gesellschaften darstellen. Die beiden Autoren tun das beispielhaft, indem sie die Leser an verschiedene Orte entführen, an denen sich der Wandel Berlins in der Nazizeit exemplarisch zeigen lässt.«
Torsten Harmsen, Berliner Zeitung
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»Die Autoren, ausgewiesene Experten zum Themenkreis, [schlagen] Schneisen durch den Alltag im braunen Berlin, erläutern die Methoden, wie die neuen Machthaber ihre Ziele durchsetzten.«
Andreas Conrad, Tagesspiegel, 12.08.2025
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