Rafael Arnáiz Barón wurde am 9. April 1911 in Burgos in Spanien geboren. Seine Familie war wohlhabend und katholisch. Am 15. Januar 1934 entschied sich Arnáiz Barón in das Trappistenkloster San Isidro de Dueñas in Palencia einzutreten. Obwohl er sehr religiös war, hatte er mit den strengen Regeln im Kloster Schwierigkeiten, sodass er an Diabetes erkrankte und das Kloster in nur wenigen Monaten verließ. Im Jahre 1936 kehrte er erst wieder als Oblate in das Kloster zurück. Allerdings blieb er nicht lange dort, da er aufgrund des spanischen Bürgerkrieges im Militär aushalf. Dabei wurde seine Krankheit allerdings schlimmer, sodass er wieder ins Kloster zurückkehrte. Seine tiefe Liebe zu Gott wird durch mehrere Briefe deutlich, die Arnáiz Barón verfasste. Durch seine Krankheit und hohem Fieber verstarb der junge Mönch am 26. April 1938 mit nur 27 Jahren im Trappistenkloster San Isidro de Dueñas.
'Wenn ich tausend Leben hätte.', aber er hatte nur eines, und das schenkte er Gott mit Großmut. Auf Bruder Rafael Arnáiz Barón stieß ich als junge Schwester. Seitdem begleitet er mich, mehr oder weniger intensiv im Lauf der Jahre, durch Höhen und Tiefen meines Lebens. Ich habe den Eindruck, dass es Gottes Fügungen waren und sind - nicht meine Ideen -, die eine Lawine ins Rollen brachten. Ich bemühe mich, IHM bei der Umsetzung seiner Pläne zu helfen. So kam es
• zur Übersetzung der Briefe und Aufzeichnungen Rafaels, der schon kurz nach seinem 27. Geburtstag starb;
• zu Vorträgen, auch im Radio;
• zu Reisen mit anderen durch Spanien auf den Spuren des Seligen;
• zur Erstellung eines Films durch meine Nichte Maria über ihn und seine Bedeutung in meinem Leben;
• zu meinem Wechsel vom Beruf der Lehrerin zur Aufgabe in der Krankenhausseelsorge.
Immer mehr Menschen - nun auch im deutschen Sprachraum - lernen Bruder Rafael kennen und schätzen. Für viele schon ist er Vorbild und Helfer sowie Fürsprecher bei Gott geworden.
Schw. Ingrid Mohr P.I.J.
Ingrid Mohr P.I.J.
Als junge Schwester stieß Ingrid Bohr auf den spanischen Trappisten Rafael Arnáiz Barón (1911-1938) , welcher auch der Grund für ihren Berufswechsel war. So fühlte sich die einstige Lehrerin berufen Menschen zu helfen, indem sie sich als Aufgabe nahm in der Krankenhausseelsorge tätig zu werden. Als ihre Mitschwester an Krebs erkrankte, entschied sie sich einige Zeugnisse von Rafael Arnáiz Barón ins Deutsche zu übersetzen und hoffte durch seine Worte ihre Mitschwester zu ermutigen. Inspiriert durch Rafaels Briefen und Aufzeichnungen verfasste sie "Wenn ich tausend Leben hätte ...", welches über das Leben von Arnáiz Barón handelt.
Gott, Jesus Christus, Gebet, Beten, Katholisch, Biblisch, Neues Testament, Altes Testament, Tradition, Christlich, Theologie, Religion Kirche, Ekklesiologie, Glaube, Liturgie Mönchtum, Kloster, Biographie, Spanien, Trappist, Mystiker, Heiliger, Jesuiten, Novize, Oblate, Abtei, Palencia, San Isidro de Dueñas