Im Alten Ägypten galt der Sonnentempel von Heliopolis als Ort der Schöpfung. Heute kämpfen Archäologen darum, die alte Pracht der Götterfestung aus dem Schutt zu retten. Ausgrabungsleiter Dietrich Raue erklärt die mythische, kulturelle und historische Bedeutung des Tempels und berichtet hautnah von Herausforderungen und Hindernissen der Grabung.
Die heiligste Stadt Ägyptens: Eine archäologische Spurensuche mitten in Kairo
Heliopolis ist mehr als ein sagenumwobener ägyptischer Tempel. Dieser Ort spielte eine zentrale Rolle im altägyptischen Schöpfungsmythos.
Als Dietrich Raue mit seiner Forschungsarbeit beginnt, sind nur noch Reste der ägyptischen Pyramidenstadt zu sehen - die historische Stätte galt als verloren. Doch bei einer Reise nach Kairo entdeckt der Ägyptologe Teile des alten Tempelgebiets, die noch nicht überbaut sind!
Seit über zehn Jahren arbeitet ein deutsch-ägyptisches Team daran, Heliopolis zu retten. Ausgrabungsleiter Dietrich Raue erzählt in diesem Buch von der mythischen, kulturellen und geschichtlichen Bedeutung dieses einzigartigen Fundorts ebenso wie von den Herausforderungen und Hindernissen bei den Ausgrabungen.
Der Kampf um das Fortbestehen einer altägyptischen Kultstätte
In der ägyptischen Mythologie ist Heliopolis der Ort, an dem die Sonne im Moment der Welterschaffung zum ersten Mal aufgegangen sein soll. Mehr als 2400 Jahr lang war der Schöpfungsort Heliopolis ein heiliger Platz, an dem der größte und wichtigste Tempel des alten Ägypten entstand.
Heute bedrohen illegale Bauprojekte und Mülldeponien die Existenz von Heliopolis. Mit diesem Bericht zur Bedeutung des Sonnentempels tritt Dietrich Raue den Kampf gegen das Vergessen an!
»In seinem Buch erzählt Raue die Geschichte sowohl der ägyptisch-deutschen Ausgrabung als auch der Stadt Heliopolis, wie sie sich nun endlich auf der archäologischen Landkarte abzeichnet, so farbig, lebendig und elegant, wie es sein Titel erwarten lässt.« Prof. Dr. Jan Assmann
Dietrich Raue
Dietrich Raue ist Kustos des Ägyptischen Museums, Leipzig, und Co-Direktor der intenationalen Ausgrabungen im Sonnentempel von Heliopolis.
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»Zehn Jahre nach dem „Arabischen Frühling“ berichtet Dietrich Raue so lebendig wie aktuell, zugleich aber auch vielschichtig vom einzigartigen Heliopolis, das er ein Stück weit dem Vergessen entreißt.« Rhein-Neckar-Zeitung
»Mit der altägyptischen Stadt Heliopolis verbindet sich ein eigenartiger Widerspruch. Es gibt keine Stadt, die in den altägyptischen Texten von der ältesten bis in die späteste Zeit häufiger erwähnt wird. Heliopolis ist die heiligste Stadt und das Zentrum der altägyptischen Welt, hier ging die Sonne zum ersten Mal auf und ließ die Welt aus sich entstehen, alle Pharaonen bauten hier und bezogen daraus ihre Legitimität. In der sichtbaren Wirklichkeit jedoch war Heliopolis bislang so gut wie verschwunden und bildete einen weißen Fleck auf der archäologischen Landkarte. Dietrich Raues seit acht Jahren in Kooperation mit ägyptischen Kollegen betriebene Ausgrabungen haben begonnen, diese Lücke aufs Eindrucksvollste aufzufüllen. Im Blick dieses passionierten Archäologen ergänzen sich die Spuren zu einem Bild, das mit jeder Grabungssaison überzeugender und überraschender wird. In seinem Buch erzählt Raue die Geschichte sowohl der ägyptisch-deutschen Ausgrabung als auch der Stadt Heliopolis, wie sie sich nun endlich auf der archäologischen Landkarte abzeichnet, so farbig, lebendig und elegant, wie es sein Titel erwarten lässt.« Prof. Dr. Jan Assmann
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