Fremder ist ein schönes Wort, wenn niemand dich zwingt, einer zu sein: der außergewöhnliche Roman einer allzu romanhaften Familie zwischen Brooklyn und der Basilikata.
Ihre Mutter und ihr Vater lernen sich kennen, als er versucht, sich in Rom vom Ponte Sisto zu stürzen. Sie rettet ihn. Nein, es war anders: Vater und Mutter lernen sich kennen, als er sie vor einem Überfall am Bahnhof Trastevere rettet.
Der Anfang des Familienmythos ist umstritten. Fest steht aber: Claudia Durastanti erzählt in diesem Roman eine ganz besondere Geschichte – ihre eigene. Beide Eltern sind gehörlos. In den sechziger Jahren sind sie nach New York ausgewandert, Claudia kommt in Brooklyn zur Welt. Als kleines Mädchen zieht sie mit Mutter und Bruder in ein abgelegenes Dorf in Süditalien. Mit Büchern, Comics und Fernsehen bringt sie sich selbst die Sprache bei, die ihr die Eltern nicht geben können.
Unsentimental, mit viel Humor und einem Blick für leuchtende Details erzählt Durastanti von den Facetten der Fremdheit, von Migration und Einsamkeit, von Suche und Sucht nach Sprache.
Claudia Durastanti
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»Claudia Durastantis Roman ist eine Rettungsboje in den dunklen Gewässern der Erinnerung.«
Ocean Vuong
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