Aufbauend auf der Kenntnis der Vor- und Nachteile konventioneller Fügeverfahren für Keramik-Metall-Verbunde (z.B. Abdichtung von Festoxidbrennstoffzellen (SOFC) wird ein alternatives Fügeverfahren, das inverse Partial Transient Liquid Phase (iPTLP) Löten, vorgestellt, mit dem Ziel vorhandene Anwendungslücken zu schließen und die Möglichkeiten von Ingenieurskeramiken besser zu nutzen. In der vorliegenden Arbeit wird daher, theoretisch sowie praktisch, das iPTLP-Löten als Fügeverfahren für ein Grundwerkstoffsystem bestehend aus dem ferritischen Hochtemperaturstahl X1CrTiLa22 (Crofer22APU) sowie der Yttriumoxid stabilisierten Zirkoniumdioxid-Keramik (3YSZ) untersucht. In diesem Zusammenhang werden die Auswirkungen von nickelbasierten Zusatzwerkstoffen (Nickel, CuNi44, Ni20Cr) und verschiedenen Aktivelementen (Titan, Zirkonium) auf die Zielgrößen Morphologie, Festigkeit sowie Hochtemperaturbeständigkeit diskutiert.
Christopher Sven Schaak
B Keramik-Metall-Verbunde Löten PTLP-Bonding SOFC