Ist die AfD sexbesessen? Es sieht so aus! Unablässig trägt die rechtsautoritäre Partei die Themen Sexualität und Geschlechtlichkeit in die Parlamente und in die Öffentlichkeit. Es geht um "Volks"-Vermehrung und Geburtenzahlen, Homosexualität, Transsexualität, Sexualaufklärung, Geschlechterforschung und geschlechtergerechte Sprache. Gestützt auf gründliche Recherchen, die neues und bislang unbekanntes Material zutage gefördert haben, wird deutlich, dass die AfD eine völkisch-nationalistische Familien- und Bevölkerungspolitik verfolgt, die auf NS-Konzepte zurückgeht.
Daniela Rüther legt hier glasklar offen: "Genderwahn" ist das Gegenstück zum "Remigrationsprojekt" der neuen Rechten. Gender ist ein Wort, das eigentlich für die Gleichstellung der Geschlechter steht. Der AfD dient es als sinnentleerter Kampfbegriff gegen alles, was nicht zum rechtskonservativen Denken passt. Rüther analysiert diesen "Wahn" an den Wirkungsorten der Macht: in den Parlamenten. Sie nimmt die Strategien der AfD ins Visier und legt die Ursprünge ihrer Kampftaktiken offen.
Daniela Rüther
Daniela Rüther, promovierte Historikerin. Wissenschaftliche Assoziierte am Lehrstuhl für Frühe Neuzeit und Geschlechtergeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Mitautorin der Studie zu »Tengelmann im Dritten Reich« (2020). Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Geschlechtergeschichte, Unternehmensgeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Rechtsextremismus. Bei Dietz erschienen: »Die Sexbesessenheit der AfD. Rechte im ‚Genderwahn‘« (2025). Rüther lebt in Düsseldorf.
AfD AfD Gendersprache Gender Studies Rechtsextremismus Gendersprache Rechtspopulismus Genderwahn Höcke Geschlechterforschung Kampfbegriff Gender Remigration Antiparlamentarismus der AfD Bevölkerungspolitik pronatalistische Bevölkerungspolitik Remigrationsprojekt