Das Zerbrechen des Bewusstseins
Fotos von Leonore Mau
Die Fotografie in der Neuen Welt nimmt von vornherein der Malerei die Möglichkeit, eine Tradition zu errichten, da sie mit massiver gesellschaftlicher Kraft die ihr eigenen raum-zeitlichen Grössen durchsetzt; etwa das Flüchtige und die Wiederholung (die wiederum Verhaltensweisen bedingen, die dem Begriff der Tradition selber widersprechen und ihn auflösen) im Gegensatz zur Einmaligkeit und Dauer der Malerei, die ja das Fundament der Tradition sind. In einer Welt, in der das, was die Malerei ermöglicht, von vornherein überholt, umgangen und entzogen worden ist, müssen es notwendigerweise andere Koordinaten sein, unter denen sich das Sichtbare gliedert.
Leonore Mau