Grundlage der von namhaften Musikwissenschaftlern erarbeiteten 35 Werkdarstellungen von Guillaume de Machaut über Orlando di Lasso, Bach, Schubert und Brahms bis Schönberg und Britten ist die Interpretation der in Wort und Ton fixierten musikalischen Texte, die Erörterung von deren ideengeschichtlichem Zusammenhang und kunstgeschichtlichem Wesen unter vielfältigen Gesichtspunkten. Mit der Erschließung der Werkgehalte wird jedem Ausführenden und jedem Hörer - Chorleitern und Sängern, Studenten, Komponisten, Wissenschaftlern und Pädagogen - der Weg zu einer gleichermaßen geistigen und sinnlichen Auffassung der Musik gewiesen. In einem separaten Band sind alle im Text behandelten Kompositionen vollständig wiedergegeben. Mit diesem Sammelband wird die erstmals 1983 erschienene erfolgreiche Publikation gleichen Titels fortgesetzt und zu einem Abriß der Geschichte der unbegleiteten Chor- und Ensemblemusik von der Ars antiqua bis zur Gegenwart ergänzt, der theoretischem Analyseanspruch wie musikpraktischen Erfordernissen gleichermaßen gerecht wird.
Heinrich Poos
Heinrich Poos, geboren 1928, studierte in Berlin Kirchenmusik, Mathematik, Musikwissenschaft, Philosophie und Theologie, u.a. bei Ernst Pepping, Boris Blacher und Heinz Dräger. 1964 Promotion in Musikwissenschaft an der Freien Universität Berlin, 1971–94 Professor für Musiktheorie an der Hochschule der Künste Berlin, daneben Lehraufträge und Gastprofessuren an der Technischen Universität Berlin und der Universität Frankfurt/Main. Zahlreiche Kompositionspreise, 1987 Bundesverdienstkreuz.
Ein Werkverzeichnis kann beim Verlag bestellt werden (KAT 89-99).
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