Analysen von Musik widmen sich meist einer in der Partitur verorteten Werkgestalt. Da Musik allerdings nicht nur ein Notations-, sondern auch ein Klangphänomen darstellt, da sie nicht nur geschrieben, sondern auch aufgeführt und nicht nur gelesen, sondern auch gehört und erfahren wird, erscheint ein zusätzlicher und anderer Analyseansatz erforderlich, um diese wesentlichen aisthetischen und performativen Implikationen in den Blick zu nehmen. In »Konzert der Sinne« wird ein solcher Alternativansatz aus einer phänomenologischen Perspektive und durch die Auseinandersetzung mit bereits bestehenden Verfahren entwickelt, wodurch wesentliche Dimensionen von Musikaufführungen und deren Wahrnehmungen in den Fokus treten.
Rainer Simon
RAINER SIMON studierte Philosophie, Musik- und Theaterwissen¬schaft in Berlin, München und Paris, war Wissenschaftlicher Mitarbeiter innerhalb des Sonderforschungsbereichs Kulturen des Performativen an der Freien Universität Berlin und wurde an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg promoviert. Seit 2012 ist er Referent von Barrie Kosky des Intendanten der Komischen Oper Berlin.
Klangphänomene Musikaufführugen Musikwissenschaft