Giambattista Vico Vico Prinzipien einer neuen Wissenschaft über die gemeinsame Natur der Völker

Prinzipien einer neuen Wissenschaft über die gemeinsame Natur der Völker

von Giambattista Vico

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Beschreibung

Als erster großer Versuch einer Begründung der Kultur- und Sozialwissenschaften zählt die »Scienza nuova«, das Hauptwerk des italienischen Philosophen, Historiographen und Juristen Giambattista Vico (1668-1744) zu den epochal herausragenden Texten der Neuzeit. Hier finden sich bereits zahlreiche Entdeckungen der späteren Geschichtswissenschaft und Philologie; Schwerpunkte liegen in der Ausformung der Rechtstheorie, der Sprachphilosophie und der Ästhetik. Seine große Wirkung auf den Diskurs des europäischen Denkens entfaltete das 1725 publizierte Werk allerdings erst ab 1827, nach Erscheinen der von Michelet vorgelegten französischen Übersetzung. Die vorliegende Sonderausgabe auf der Grundlage der 1990 erschienenen kommentierten Studienausgabe in der PhB bietet den vollständigen Text nach der dritten Ausgabe von 1744 in deutscher Übersetzung.

Autor*in

Giambattista Vico
Giambattista Vico kommt 1668 in Neapel zur Welt. Neben dem Studium der Rechte und der Philosophie am Jesuitenkolleg von Neapel und der Akademie der Infuriati gehört es zeitlebens zu seinen Eigenarten, sich zum Selbststudium lange Zeit von der Außenwelt zurückzuziehen. 1699 wird er Professor der Rhetorik an der Universität Neapel.1710 veröffentlicht Vico seine erste metaphysische Spekulation De antiquissima Italorum sapientia ex linguae latinae originibus eruenda. Er wendet sich gegen die einseitig mathematisch-naturwissenschaftlich ausgerichtete cartesianische Philosophie, die damals in Neapel vorherrschend war. Sein Hauptwerk, die Scienza nuova erscheint 1725. Von der vergleichenden Rechtsbetrachtung aus gelangt er zu der Überzeugung, daß die Geschichte der bevorzugte Gegenstand menschlichen Wissens sei, da sie im Unterschied zu der unabänderlichen Natur von diesem selbst gestaltet werde. Trotz seiner Neigung zum Neuplatonismus bleibt Vico dabei ein treuer Anhänger der katholischen Kirche. Das 5. Buch der Scienza nuova formuliert die Theorie, nach der die Völker Kulturzyklen durchlaufen, deren mythologische Manifestationen er als urtümliche Wahrheitsaussagen versteht. Historische Rückschritte sind Vico Bestätigung der göttlichen Vorsehung. Vico gilt als einer der Begründer der Kulturwissenschaften. Trotz seiner Ernennung zum Historiografen des Königs von Neapel im Jahre 1735 bleibt er zeitlebens in schwierigen finanziellen Verhältnissen verhaftet. Vico stirbt 1744 in Neapel.

Themen in »Prinzipien einer neuen Wissenschaft über die gemeinsame Natur der Völker«

Rechtstheorie Ästhetik Sprachphilosophie Sozialwissenschaften Kulturwissenschaft Principi di una scienza nuova Vico, Giambattista

Stimmen zu »Prinzipien einer neuen Wissenschaft über die gemeinsame Natur der Völker«

»Es ist als ein Ereignis zu rühmen, wenn dieses große Buch jetzt zum ersten Mal in einer vollständigen und zuverlässigen deutschen Übersetzung vorliegt. [...] Diese Übersetzung schließt eine Lücke.« Frankfurter Allgemeine Zeitung
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»Mit Plato erkennt Vico in der Idee den Maßstab. Mit Tacitus schildert er in den beschränkten Zwecken des menschlichen Eigennutzes die Wirklichkeit. Mit Bacon besinnt er sich auf die Einheitlichkeit der wissenschaftlichen Welt. Mit Grotius faßt er die gesamte Philosophie und Theologie in das System eines allgemeinen Rechtes, in eine Überphilosophie, in die 'Neue Wissenschaft'.« Prof. Dr. Richard Wisser
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Details

ISBN: 9783787319329
Verlag: Meiner, F
Erscheinung: 01.06.2009

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