Konrad Bernheimer Bernheimer Briefe an meinen Vater

Briefe an meinen Vater

von Konrad Bernheimer

Mit einem Vorwort von Charlotte Knobloch

EUR 20,00

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Beschreibung

Der vierjährige Konrad wird in den Fünfzigerjahren von seinem Großvater aus Venezuela nach München geholt. Von dort war die jüdische Familie Bernheimer vor dem NS-Regime geflohen. Mit seiner venezolanischen Mutter und den Schwestern kehrt er in die Stadt zurück, wo die Bernheimers sich als erfolgreiche Kunst- und Antiquitätenhändler einen Namen gemacht haben. Konrads Vater ist nicht dabei, er sie bei einem Autounfall ums Leben gekommen, sagt man dem Jungen. Erst spät erfährt er, mittlerweile einer der weltweit erfolgreichsten Kunsthändler, dass sich sein Vater das Leben genommen hat, wohl, weil der die Misshandlungen durch die Nazis nie verwunden hat. Dieses sehr persönliche Buch von Konrad Bernheimer ist der ergreifende Versuch, sich mit seinem Vater auseinanderzusetzen und ins Gespräch zu kommen. Entstanden ist ein Dialog über Schuld, über Liebe und eine von der Geschichte auferlegte Bürde und deren schmerzlicher Aufarbeitung.
»Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt – auch wenn so vieles verschwunden ist.« Konrad Bernheimer ist vier Jahre alt, als ihn sein Großvater 1954 aus Venezuela, wohin die jüdische Familie vor den Nazis geflohen ist, nach München zurückholt – dorthin, wo die Bernheimers als Kunst- und Antiquitätenhändler verwurzelt waren. Zusammen mit ihm auf die Reise machen sich seine venezolanische Mutter und seine Schwestern. Auch sein Vater Kurt sollte mit der Familie zurückkehren, doch dazu kam es nicht. Der Vater sei bei einem Autounfall ums Leben gekommen, wird dem kleinen Jungen erzählt. Niemand in der Familie will über die wahren Umstände sprechen. Erst spät erfährt Konrad Bernheimer – inzwischen erwachsen und ein international erfolgreicher Kunsthändler –, was wirklich geschehen ist: Sein Vater, der die Verfolgung durch die Nazis nie verwinden konnte, hatte sich das Leben genommen. Dieses Buch ist der bewegende Versuch des Autors, mit seinem verstorbenen Vater ins Gespräch zu kommen. Ein Gespräch über Scham und Schuld, über Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt.

Autor*in

Konrad Bernheimer
Konrad O. Bernheimer wurde 1950 in Venezuela, wohin die Familie nach der Enteignung durch die Nazis geflüchtet war, als Sohn eines deutsch-jüdischen Vaters und einer venezolanisch-katholischen Mutter geboren. Im Alter von vier Jahren kam er nach Deutschland zurück. 1977 übernahm er das traditionsreiche Familienunternehmen und baute es zu einem international tätigen Kunsthandelshaus aus. Seit seinem Rückzug aus dem Kunsthandel 2015 ist Konrad Bernheimer erfolgreicher Buchautor. Zuletzt erschienen seine Romane »Die Kunst des Kunstraubs« (2023) und "Plaza Bolivar" (2022) bei Langen Müller.

Themen in »Briefe an meinen Vater«

Familiengeschichte NS-Zeit Entrechtung Exil München Venezuela Zweiter Weltkrieg Erster Weltkrieg Lenbachplatz Bernheimer-Palais Kaffee-Plantage Rubio Kunsthandel

Stimmen zu »Briefe an meinen Vater«

Details

ISBN: 9783784437750
Verlag: Langen-Müller
Erscheinung: 17.08.2026

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