Wie viel Böses steckt in uns? Ist es wirklich nur die genetische Veranlagung, die den Charakter eines Menschen prägt? Diese Frage muss der Neurowissenschaftler James Fallon beantworten, als er entdeckt, dass er selbst das Gehirn eines Serienmörders hat. Fallons Buch ist eine einzigartige Mischung aus persönlichem Erfahrungsbericht und wissenschaftlichen Erkenntnissen: eines der packendsten Wissenschaftsbücher aller Zeiten.
Die genetische Veranlagung, nicht das soziale Umfeld prägt den Charakter eines Menschen – so die Überzeugung des Neurowissenschaftlers James Fallon. Im Rahmen einer Alzheimer-Studie entdeckt er jedoch unter den anonymisierten Hirnscans einen Scan, der die typischen Strukturen eines Serienkiller-Hirns aufweist. Noch größer wird der Schock, als er feststellt: Es handelt sich um sein eigenes Gehirn! Nun muss er seine These komplett hinterfragen. Anscheinend hat er die Anlagen eines Psychopathen, z.B. fehlende Empathie oder die Neigung zu Gewalttätigkeit. Aber seine Familie, Freunde und die von seiner Mutter ahnungsvoll dicht verplante Freizeit haben ihn offenbar davor bewahrt, dass seine dunkle Seite zum Ausbruch kommt. Diese Erkenntnis stellt nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch die komplette Wissenschaft auf den Kopf.
James Fallon
James Fallon, Jahrgang 1947, ist emeritierter Professor für Psychiatrie der University of California (USA). Der preisgekrönte Neurowissenschaftler ist einer der angesehensten Hirnforscher Amerikas und bis heute ein gefragter Experte, besonders zu seinem Spezialgebiet, den Gehirnstrukturen von Psychopathen und Serienmördern. Nach einem großen Artikel in der Wochenzeitung DIE ZEIT vom Juli 2021 werden seine Erkenntnisse und sein Buch „Der Psychopath in mir“ (Erstveröffentlichung 2013) in Deutschland wieder intensiv diskutiert.
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