Sehnsuchtsort der Romantik und Wiege des Impressionismus
Ein französisches Fischerdorf wird zum Mythos: Maler entdecken die wilde Schönheit der normannischen Küste um Étretat. Ihre Motive der scheinbar unberührten Natur, von maritimer Kultur und touristischem Strandleben wecken bis heute Sehnsucht nach dem französischen Landstrich.
Bizarre Felsformationen, die raue See und die Sommerfrische abseits der geschäftigen Pariser Metropole ziehen die Künstler seit Beginn des 19. Jahrhunderts zunehmend nach Étretat. Hier betreiben sie ihre Naturstudien und machen den Ort bekannt, der sich schließlich zu einem Hotspot der frühen Moderne für Künstler und Intellektuelle aus dem In- und Ausland entwickelt. Gustave Courbet malt hier seine berühmten Wellenbilder. Claude Monet beginnt in Étretat erstmals ganze Motivreihen zu realisieren. In neuer Bildsprache, Motivik und lichter Farbigkeit wird Étretat zur Wiege einer neuen Malerei, die uns bis heute in ihren Bann zieht.
Sehnsuchtsort der Romantik und Wiege des Impressionismus
Alexander Eiling
Alexander Eiling ist Sammlungsleiter Kunst der Moderne im Städel Museum, Frankfurt am Main.
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