Keine andere deutsche Künstlerin der Klassischen Moderne hat einen solchen mythischen Status erreicht wie Paula Modersohn-Becker (1876–1907). 120 Werke aus allen Schaffensphasen wie Themenbereichen geben einen Überblick über ihr eigenständiges und selbstbewusstes Werk, das der frühen Vertreterin der Avantgarde in Deutschland schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts und vor dem Expressionismus zu ihrer Sonderrolle verhalf.
Wie und warum hat Paula Modersohn-Becker zu ikonenhaften Bildern gefunden, die bis heute berühren und faszinieren? Die außerordentliche Radikalität ihrer Haltung und ihrer Arbeiten, stilistische Modernität wie quasi fotografische Ausschnitthaftigkeit zeigen sich in prägnanten Serien und Bildmotiven, ihrem individuellen Umgang mit Farbe und Form wie ihrem Malduktus. Die Bandbreite ihres opulent präsentierten, in nur einem knappen Jahrzehnt entstandenen Œuvres reicht von Selbstporträts, frühen Akten, Porträts, Kinderbildnissen, Mutter-und-Kind- bis hin zu Bauerndarstellungen, Stillleben und Landschaften, die in ihrer zeitlosen Direktheit beeindrucken.
Fulminante Schau zum weiblichen Star der Klassischen Moderne in Deutschland
Ingrid Pfeiffer
Ingrid Pfeiffer ist Kunsthistorikerin und Kuratorin an der Schirn Kunsthalle Frankfurt.
19. Jahrhundert 20. Jahrhundert Selbstporträt Selbstportrait Malerei Avantgarde Worpswede Paula 150 Modersohn-Becker 150 Kunst 20. Jahrhundert Malerei 19. Jahrhundert Moderne Malerei 20. Jahrhundert Künstlermonographien 18./19. Jahrhundert
»Eine beeindruckende Malerpersönlichkeit, die gerade in den letzten zwei Jahrzehnten wieder eine ganz neue positive Bewertung erfahren hat.«
Studiosus Bücherschau
»Diese Schau zeigt, wie Paula Modersohn-Becker neue Ästhetiken und die Moderne erfand.«
Süddeutsche Zeitung
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