»Das Ziel sollte eine Verständigung zu dritt sein: die Wand, der Architekt, der Maler«, so 1933 der französische Maler Fernand Léger (1881–1955). Von seinem Bestreben, die Malerei über die Grenzen der Staffelei hinaus zu erweitern und im sozialen, alltäglichen Raum zu integrieren, zeugen experimentierfreudige Projekte, die ein neues Licht auf einen der einflussreichen Künstler des 20. Jahrhunderts werfen.
Fernand Léger, bekannt für seine kubistischen Gemälde und gegenständlichen Arbeiten der mechanischen Periode, hat sich als gelernter Architekturzeichner von den frühen 1920er-Jahren bis zu seinem Lebensende intensiv mit dem Miteinander von Malerei und Raum auseinandergesetzt. Seiner Überzeugung nach trägt die soziale und psychologische Dimension im Einsatz von Farbe dazu bei, die moderne Architektur besser in den Alltag und das menschliche Leben zu integrieren. In engem Dialog mit Architekten wie Wallace K. Harrison oder Le Corbusier entstanden faszinierende, oft unerwartet experimentelle und häufig abstrakte Projekte für Häuser, Wohnungen, Kirchen, Schiffe oder Weltausstellungen.
Katia Baudin
Foreign languages Kunst 20. Jahrhundert Künstlermonographien Wandmalerei Malerei Malerei 20. Jahrhundert Künstlermonographien Architektur 20. Jahrhundert Art 20th Century Artist monographs Mural Art Painting Painting 20th Century Artist monography