Michael Werner gehört zu den international einflussreichsten Galeristen der Nachkriegszeit. Seine erste Ausstellung 1963 wurde zum Skandal, ebenso wie viele danach. Doch es ging ihm nie um Provokation als Selbstzweck, sondern stets um die Möglichkeiten der Kunst, sich festgefügten Strukturen zu widersetzen und eine eigene Wirklichkeit zu behaupten.
In diesem Buch erzählt Werner von seiner Kindheit im Zweiten Weltkrieg und von den Mühen, seinen Weg zu finden. Er berichtet von Künstlern, mit denen er arbeitete, stritt, spektakulär scheiterte und große Erfolge erzielte. Seine Darstellungen bilden, zusammen mit Fotografien und Dokumenten, nicht nur ein eindrucksvolles Zeitzeugnis, sie zeigen auch, dass die damals aufgebrochenen künstlerischen Spannungen noch längst nicht auserzählt sind.
Michael Werner
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»Die deutsche Kunst ist im besten Fall so wie der Galerist Michael Werner. Widerspenstig und lauernd wie ein wildes Tier, nie zufrieden, dennoch linientreu, aus unbekannter Tiefe kommend, ohne Hoffnung, ohne Verzweiflung.«
Florian Illies ()