Das erste Leipziger Gebäude der Deutschen Nationalbibliothek wurde in den Jahren 1914 bis 1916 errichtet. Den europaweiten Architekturwettbewerb für den mittlerweile 4. Erweiterungsbau gewann die Stuttgarter Architektin Gabriele Glöckler mit ihrem Konzept Umschlag-Hülle-Inhalt. Ihr Entwurf fügt der Silhouette am Deutschen Platz ein eigenständiges Element hinzu und integriert den in den 1970er Jahren entstandenen Bücherturm in das Gesamtensemble. Um den Inhalt des tragenden Skelettes schmiegt sich die Hülle der Außenwandkonstruktion. Der Umschlag, eine silbrig glänzende Wetterhaut, modelliert die an einen Folianten erinnernde Form des Baukörpers. Die Fassadengestaltung aus transluzenten, farbigen Glaselementen öffnet den Bau nach außen und trägt gleichzeitig konservatorischen Anforderungen Rechnung. Auf einer Gesamtnutzfläche von 14.000 qm entstehen Magazinflächen sowie neue Räume für das Deutsche Musikarchiv und das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek.
Angela Merkel
Architelktur Museumsbau Deutschen Nationalbibliothek