'In meiner Arbeit geht es nicht wirklich um die Natur, sondern darum, welche Konzepte wir mit ihr verbinden.' Mark Dion
Seit über 20 Jahren gehören inszenierte Arbeitstische, verstaubte Sammlerhöhlen, ausgestopfte Bären und geteerte Vögel zum Repertoire des amerikanischen Künstlers Mark Dion (*1961 in New Bedford/Massachusetts). Vordergründig erscheinen seine Installationen, Interventionen, Performances und Fotografien als Kritik am häufig grausamen Umgang des Menschen mit der Natur. Dabei enttarnt er jedoch die 'Natur' als ein bloßes Konstrukt, das ständigen Umformungen und Neuinterpretationen unterworfen ist. So widmet er sich in seinem aktuellen Projekt Concerning Hunting der Jagd als einer traditionsreichen, aber auch umstrittenen Kulturpraxis. Das Faszinierende an der Jagd ist nicht zuletzt der ihr zugrunde liegende Widerspruch: Die Sensibilität des Jägers und sein profundes Wissen um die Bedürfnisse der Natur bringt er auch durch das Töten von Tieren zum Ausdruck. Im Zentrum der künstlerischen Untersuchungen steht nicht die Natur an sich, sondern die Jagd als kultureller Umgang mit ihr.Ausstellungen: Kunstraum Dornbirn 3.4.-1.6.2008 · Aarhus Kunstbygning 27.6.-26.10.2008 · Galleria Civica di Modena 1.2.-26.4.2009 · Herbert-Gerisch-Stiftung, Neumünster 17.5.-11.10.2009 · Kunsthalle Krems 8.11.2009-14.2.2010
Dieter Buchhart
Dion, Mark Installationen Installations Zeitgenössische Kunst contemporary art