Die umfassende Publikation widmet sich der im Westen immer
noch wenig bekannten konzeptuellen Strömung in der Kunst des spät- und
postsowjetischen Russlands. Sie verdankt ihren Namen einem Essay von Boris Groys
aus dem Jahr 1974, in dem er das besondere Verhältnis einiger Moskauer Künstler
zur russischen Tradition als Unterscheidungsmerkmal zu westlichen Vorbildern
kennzeichnet. Beginnend Ende der 1960er-Jahre, operiert die Moskauer
Konzeptkunst parallel zur westlichen und spiegelt dabei die existenzielle
Erfahrung wider, Teil eines politischen Konzeptes zu sein. In radikaler Abkehr
vom romantischen Bild des autonom agierenden Künstlergenies wird der Betrachter
mit einbezogen, werden Prozesse der Herstellung und Bedingungen der Rezeption
sichtbar gemacht.
Der Band zeigt Schlüsselwerke und die bedeutendsten künstlerischen Positionen
anhand von Malerei, Zeichnung, Fotografie und Installation.
Ausstellungen: Schirn
Kunsthalle Frankfurt 21.6.–14.9.2008 Fundación Juan March, Madrid 10.10.2008–11.1.2009'
Ekaterina Bobrinskaja
Kunst nach 1945 Moskau art since 1945