Holger Lüning Lüning Das Eigenheim-Land

Das Eigenheim-Land

von Holger Lüning

Der öffentliche geförderte Soziale Wohnungsbau in Niedersachsen während der 1950er Jahre

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Beschreibung

Eigenheimzulage hat Geschichte - Als eine ihrer ersten Amtshandlungen hat die neue Bundesregierung zum 1.1.2006 die Eigenheimzulage abgeschafft. Die Grosse Koalition zog damit einen Schlussstrich unter jahrelange Auseinandersetzungen um die öffentliche Förderung von Eigenheimbau und Eigenheimerwerb. Mit der Abschaffung der Eigenheimzulage wurde mehr beendet als nur eine politische Kontroverse. Es wurde ein Kapitel in der bundesdeutschen Wohnungsbaugeschichte geschlossen, das bereits während der 1950er Jahre aufgeschlagen worden war. Die lautstarke Debatte um den Sinn oder Unsinn der Subventionspolitik hat die Erinnerung an die Ursprünge der staatlichen Eigenheimförderung im öffentlichen Bewusstsein weitgehend verblassen lassen. Ausgangspunkt war die katastrophale Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg. Durch die massiven Kriegszerstörungen gab es weniger Wohnungen, in denen eine durch Flucht und Vertreibung vergrösserte Bevölkerungszahl untergebracht werden musste. Die Wohnverhältnisse waren unhaltbar und bedurften dringender Verbesserung durch umfassenden Wohnungsneubau. Den gesetzlichen und finanziellen Rahmen für eine bis dahin völlig neue Dimension staatlicher Wohnungsbauförderung stellte der Bund bereit. Die entscheidenden Schritte markieren die Wohnungsbaugesetze von 1950 und 1956. Die Förderung von Eigenheimen war dabei im Rahmen des öffentlich geförderten Sozialen Wohnungsbaues von Anfang an möglich. Das Zweite Wohnungsbaugesetz, das im Untertitel „Wohnungsbau- und Familienheimgesetz“ hiess, gab dem Eigenheimbau sogar einen Fördervorrang. Ziel war es, die Wohnungsnot zu lindern und gleichzeitig ein „gesundes Familienleben“ durch die „Bildung von Einzeleigentum“ zu fördern. Einzelne Bundesländer hatten sich der Politik vorrangiger Eigenheimförderung schon vor dem Bundesgesetz zugewandt. Vor allem Niedersachsen tat sich auf diesem Gebiet frühzeitig hervor und firmierte unter zeitgenössischen Fachleuten als „Eigenheimland“. Unter dem gleichnamigen Titel ist Ende 2005 in der Veröffentlichungsreihe der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen die Dissertation von Holger Lüning erschienen. Der Autor zeichnet in der von der Hahnschen Buchhandlung verlegten Arbeit die Entwicklung des öffentlich geförderten Sozialen Wohnungsbaues in Niedersachsen während der 1950er Jahre nach. Einen Schwerpunkt bildet die Frage, welche Faktoren zu der hohen Förderrate von Eigenheimen in Niedersachsen schon zu Beginn der 1950er Jahre geführt haben. Niedersachsen, das sich in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht langsamer entwickelt hat als andere Bundesländer, stand mit seiner Eigenheimförderung an der Spitze der Entwicklung. Die jetzt abgeschaffte Eigenheimzulage hat somit eine Geschichte, auf deren Anfänge Niedersachsen massgeblichen Einfluss genommen hat.

Autor*in

Holger Lüning

Themen in »Das Eigenheim-Land«

Wohnungsbauförderung

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Details

ISBN: 9783775260312
Verlag: Hahnsche Buchh.
Erscheinung: 16.01.2006

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