Das weitverbreitete 'Unbehagen in der Modernität' (Berger / Berger / Kellner) ist nicht durch eine Flucht in den Mythos zu beheben, sondern nur durch Intensivierung und Entgrenzung rationaler Verständigungsanstrengungen. Das Verfahren, das für solche Verständigungsanstrengungen zur Verfügung steht, heißt: Argumentation. Sie bleibt die Grundlage der kommunikativen Existenzbedingungen einer Gesellschaft, die das Erbe der Aufklärung nicht preisgibt, nämlich die Berechtigung von Geltunsansprüchen prinzipiell an ihrer argumentativen Einlösungschance zu messen. Auf der Grundlage dieser in der Einleitung entwickelten These versucht die Untersuchung, die Analyse der Argumentation als Analyse des Verfahrens zu methodisieren, in dem Vernunft praktisch wirksam wird. Neben der systematischen Einführung der Grundbegriffe (Problem, strittig, Argument, überzeugen, Konsens usw.) werden die einzelnen argumentationsanalytischen Schritte erläutert, die den Prozess der Argumentation durchsichtig und seine kritische Beurteilung möglich machen.
ISBN der Reihe (problemata): 978-3-7728-0359-8
Die Reihe versteht sich als ein Marktplatz, auf dem akute Probleme und Interessen offen – nach den Spielregeln der Wissenschaft, aber frei von Fachgrenzen – verhandelt werden.
Josef Kopperschmidt
Argumentationsanalyse Gegenwart Kopperschmidt, Josef Philosophie Rhetorik Sprach- und Literaturwissenschaften Sprachwissenschaft Wissenschaftstheorie
»Kopperschmidt entwickelt eine Argumentationsanalyse, die den Gewinn spannender Lektüre bringt, vor allem durch die Wahl der Beispiele und die Relevanz dessen, was auf dem Spiel steht. – Obgleich Kopperschmidt auf wichtigen Vorarbeiten u.a. von Habermas, Toulmin, Perelman, Wunderlich, Göttert, von Savigny, Grewendorf basieren konnte, ergeben seine Strukturierung des Feldes und seine Perspektivierung der Probleme einen Beitrag, der im Hochschulunterricht mitzählen sollte.« Deutsche Bücher
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