Zu den vollständigsten und gründlichsten theoretischen Diskussionen der
mittelalterlichen Sprachtheorie gehören die - hier zum ersten Mal edierten - ›Quaestiones super Priscianum minorem‹ von Radulphus Brito (um 1270-1320). In diesem Werk, voll von scharfsinnigen Beobachtungen über Syntaxtheorie und aufschlussreichen syntaktischen Analysen, diskutiert Radulphus die Grundlagen der Theorie einer universellen Grammatik. Die Einleitung behandelt die Stellung des Radulphus in der Entwicklung der mittelalterlichen Bedeutungstheorie und einige Elemente seiner Theorie, die von Nutzen für die moderne semantische Diskussion sein können.
ISBN der Reihe Grammatica Speculativa (GS): 978-3-7728-0491-5
Die Reihe ›Grammatica Speculativa‹ macht Texte und Untersuchungen zur Sprachtheorie und Logik des Mittelalters zugänglich. Sie will damit dem historischen Interesse und auch der aktuellen sprachanalytischen und grundlagentheoretischen Diskussionen dienen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die semantische Analyse natürlicher Sprachen; vor allem hier finden die heutigen Bemühungen ernstzunehmende Diskussionspartner.
Radulphus Brito
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