In der skandinavischen Literatur lässt sich seit der Jahrtausendwende ein gesteigertes Interesse an der Provinz beobachten. In vorliegenden Band wird diese Entwicklung aus einer zeittheoretischen Perspektive betrachtet, die auch die poetologische Dimension der Thematik einbezieht. Im Zentrum stehen close readings von Texten der GegenwartsautorInnen Hanne Ørstavik, Helle Helle und Gyrðir Elíasson.
Seit der letzten Jahrtausendwende lässt sich bei den belletristischen Neuerscheinungen in Skandinavien eine augenfällige "Rückkehr der Provinz" konstatieren. Der vorliegende Band trägt diesem Phänomen Rechnung, indem zunächst ein Überblick über literarische Provinzdarstellungen in Skandinavien gegeben und anschliessend diese Entwicklung unter einer spezifisch zeittheoretischen Perspektive betrachtet wird. Zu den Schriftstellerinnen und Schriftstellern, welche der Provinz in ihrem literarischen Schaffen eine prominente Rolle zuschreiben, gehören Helle Helle aus Dänemark, Hanne Orstavik aus Norwegen und der Isländer Gyrdir Eliasson. Ihre Werke werden in dieser Studie ausführlichen close-readings unterzogen, welche unterschiedliche Aspekte von Lesen und Schreiben in ein enges Verhältnis zur Darstellung der Provinz stellen sowie ihren Zeitdiskursen nachspüren.
Verbindet Überblick und Close-readings skandinavischer Provinzliteratur mit prägnanten Analysen von Raumzeitstrukturen und Zeitontologien nach der Jahrtausendwende
Nathalie Christen
Zeittheorie Raumtheorie Provinz Skandinavische Literaturwissenschaft Gegenwartsliteratur Skandinavische Literatur Gyrdir Eliasson Hanne Orstavik Helle Helle Dette burde skrives i nutid Uke 43 Sandárbókin - pastoralsónata close reading Narratologie Provinz