Die Studie profiliert am Beispiel des Markusevangeliums das neutestamentliche Offenbarungsverständnis, das untrennbar mit dem Begriff des Geistes Gottes verbunden ist, anhand der Zeichentheorie des US-amerikanischen Naturwissenschaftlers und Philosophen Charles Sanders Peirce (1839-1914). Es kann gezeigt werden, dass die Geistthematik das Markusevangelium als Offenbarungsschrift in viel stärkerem Maße strukturiert, fundiert und dominiert, als dies gemeinhin angenommen wird.
Die Habilitationsschrift profiliert am Beispiel des Markusevangeliums das neutestamentliche Offenbarungsverständnis, das untrennbar mit dem Begriff des Geistes Gottes verbunden ist, anhand der Zeichentheorie des US-amerikanischen Naturwissenschaftlers und Philosophen Charles Sanders Peirce (1839-1914). Nach Peirce lässt sich der Zeichenprozess, der ein Erkenntnisprozess ist, als triadische Struktur der Kategorien von "Objekt" ("Ding"), "Zeichen" und "Interpretant" ("Bedeutung") beschreiben. Dieses semiotisch-triadische Kommunikations- und Erkenntnisgeschehen korreliert nun mit und konvergiert im christlichen Offenbarungsgeschehen, das sich in den Taten und Worten des mit dem Geist Gottes begabten und daher in Vollmacht handelnden Gottessohnes Jesus realisiert. Der Geist zeigt sich aus dieser semiotisch-triadischen Perspektive als dynamisch-relationaler und daher offenbarend-schöpferisch zu bestimmender Aspekt.
Erschließung des neutestamentlichen Geist- und Offenbarungsbegriffes mit Hilfe eines philosophisch-semiotischen Konzeptes
Präsentation eines neuen, interdisziplinär-hermeneutischen Ansatzes
Profilierung der neutestamentlichen Geistthematik
Stefan Eckhard
Exegese des Neuen Testaments Markusevangelium Pneumatologie Hermeneutik Semioti