Der zweite Band der New Benjamin Studies untersucht verschiedene Figuren der Relation in Walter Benjamins Denken. Diese erscheinen nicht als abgeschlossene, statische Einheiten, sondern in Konstellationen mit historischen, materiellen und theoretischen Bezügen, in denen Erkenntnis erst im Vollzug von Differenz, Vermittlung und Spannung Gestalt gewinnt.
Der Band vereint wissenschaftliche Aufsätze von Forscherinnen und Forschern aus der ganzen Welt sowie jüngeren Stimmen der internationalen Benjamin-Forschung. Die Beiträge behandeln Übersetzungstheorie, Architektur, Medialität, Theologie, Erinnerungskultur und politische Imagination. Sie zeigen, dass Relation bei Benjamin weder Synthese noch Harmonie bezeichnet, sondern ein Verfahren kritischer Erkenntnis, das Heterogenität wahrt und gerade dadurch produktiv wird. Den Abschluss bildet ein exklusives Gespräch mit Jeanne-Marie Gagnebin zur fortdauernden Aktualität Benjamins.
Stefano Marchesoni
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