"Tamar" interpretiert die alttestamentarische Geschichte einer selbstbewussten jungen Frau, die sich gegen patriarchale Strukturen auflehnt. Doch sie tut das mit Witz und List. Tamar kämpft für ihr Recht auf Mutterschaft mit einer Liebe, die ihr schließlich die gesellschaftliche Anerkennung verheißt, die sie erstrebt. Ehre, Moral, Recht - die Geschichte von Tamar ist übertragbar auf die heutige Zeit: Eine alttestamentarische Geschichte, die mit kraftvoller Sprache Poesie und Drama zusammenbringt, tiefgründig, bildhaft und dialogreich.
Ehre, Recht und moralische Verpflichtungen in der Neuinterpretation eines alttestamentarischen Epos, das heute so modern ist wie zu jeder Zeit.
Historisch und religiös interessierte Leser finden eine dramatische Poesie, die auf moderne Debatten von heute übertragbar ist.
Die Kraft des Sexus einer jungen Israelitin und ihrer Ausstrahlung auf die Gesellschaft ihrer Tage, die sich über 4000 Jahre erhalten hat.
Max Gusdorf
Max Gusdorf, wurde am 30. Juni 1878 in Detmold geboren und am 23. Juli 1943 in Sobibor ermordet, weil er Jude war. Um 1910 heiratete er Helene Oppenheimer, mit der Max zwei Kinder hatte: Erika und Hans-Rudolf.
Um 1920 lernte er Adele Püttmann aus Dortmund kennen. Zwischen Max und Adele wuchs eine große Liebe, aus der heraus das Kind Renate Püttmann geboren wurde. Die spätere Mutter von acht Kindern kam am 1. Mai 1925 zur Welt. An diesem Tag trug Max Gusdorf seiner geliebten Adele auch die Geschichte von Tamar vor.
Norbert Gisder Tamar Alttestamentarisches Epos Neuinterpretation Max Gusdorf