Im Januar 1942 wird Karl Borgmann als Soldat eingezogen. Er hat drei Kinder und seine Frau Grete ist hochschwanger. Sie schreiben sich regelmäßig Briefe. Grete Borgmann erzählt darin vom Ergehen der Familie und dem Schicksal der Heimat, ihr Mann, Hauptschriftleiter der Caritaszeitschrift in Freiburg, schildert seine Erlebnisse und Gedanken im Feld.
Der Briefwechsel stellt ein eindringliches Zeugnis der politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse, aber auch einer Familie in den Kriegsjahren dar. Sichtbar wird die Resistenz einer tief katholisch, antinazistisch geprägten Familie gegen die nationalsozialistische Diktatur. Die Familie Borgmann unterstützt jüdische Freunde und Bekannte und hilft bei Flucht und Untertauchen. Der Briefwechsel zeichnet aber auch das alte Freiburg und dessen Untergang nach.
Spannend macht diesen Briefwechsel das Leben und Überleben sowie die Hilfsbereitschaft für Bedrängte. Er ist ein beeindruckendes Zeugnis für das Hochhalten von Werten in einer Zeit der Bedrängnis und beweist damit seine Bedeutung auch für die Gegenwart.