Ende der 1990er Jahre begann eine Diskussion zu den Möglichkeiten einer quartalsweisen europäischen Statistik über offene Stellen. Während es sehr umfängliche Informationen über die Arbeitssuchenden in den amtlichen Statistiken gibt, stehen über den Arbeitskräftebedarf nur sehr begrenzt Informationen zur Verfügung. So sind in den meisten Ländern Betriebsbefragungen die einzige Möglichkeit, die Gesamtzahl der offenen Stellen zu ermitteln. Um auf europäischer Ebene die Vergleichbarkeit der Länderstatistiken gewährleisten zu können, müssen vergleichbare Definitionen und Methoden verwendet werden. Im Jahr 2005 formulierte die Europäische Kommission zusätzliche und sehr spezifische Anforderungen zur Aufsplittung der Daten nach Regionen (NUTS), Wirtschaftszweigen (NACE) und Berufen (ISCO). Mit unserer Arbeit versuchen wir die Frage zu beantworten, ob es möglich ist, Daten auf tief disaggregierter sektoraler, regionaler und beruflicher Ebene zu schätzen. Es werden Mechanismen, die zu fehlenden Werten führen, ebenso diskutiert, wie die Stärken und Schwächen der gewöhnlich verwendeten Imputationsmethoden.
Publikationssprache: Englisch
Befragung Beruf Arbeitsmarkt Arbeitskräfte Arbeitsmarktforschung Arbeitskräftebedarf Statistik Wirtschaftszweige regionaler Vergleich offene Stellen IAB-Beschäftigtenstichprobe Arbeitsplatzangebot Bundesländer Berufsgruppe Forschungsmethode