Christel Edith Bott Bott Isabell

Isabell

von Christel Edith Bott

Eine Jugend in der SED-Diktatur

EUR 16,00

Buch in deiner Nähe kaufen


...oder deine aktuelle Postleitzahl eingeben:
oder

Beschreibung

Dieses Buch beruht auf wahren Begebenheiten. Nach der Rückkehr des Vaters aus der Gefangenschaft heiratete er wieder. Isabell wechselt nun vom Großvater in den Hauahalt seiner Frau Vera, deren vierjährigen Sohnes und ihren Eltern. Von den Alten wurde keiner von beiden akzeptiert. Veras Mutter schirmte den Jungen ab und der entwickelte sich zu einem kleinen Teufel. Seinetwegen bekam Isabell ständig Schläge mit dem Siebensträhn, wenn Franz und Vera nicht zu Hause waren. In deren Zimmer gabes Butter, Salami, Bananen, Apfelsinen und Schokolade. Ihr Vater arbeitete in Westberlin. Im Esszimmer gab es für alle nur Wassersuppe mit ein paar Kartoffeln oder etwas Kohl. Ihre Lebensmittelkarten wurden veruntreut. Isabell bekam ein Stipendium, aber ihr Vater verbietet ihr, es anzunehmen. Wer in der DDR das ablehnt, hat kein Recht mehr auf Bildung. Schon mehrmals negativ aufgefallen wurde Isabell strafversetzt mit jeglichem Kontaktverbot. Ihr Vater wurde entlassen, bekam eine schwere Arbeit und erlitt dabei einen Lungenriss. Im Osten mit 18 Jahren volljährig, zog Isabell 1955 zu einem Freund nach Westberlin. Ihr Traum von Freiheit brach wie ein Scherbenhaufen zusammen. Hier hatte die Frau noch keine Rechte. Arbeit bekam sie nur, wenn sie heiratete. Die Alternative war das Flüchtlingslager in Marienfelde. Aber dann hätte sie nie mehr DDR-Boden betreten dürfen. Es begann ein steiniger Weg mit Höhen, Tiefen und Erfolgserlebnissen.

Autor*in

Christel Edith Bott
Christel Bott ist am 30. Mai 1937 in Berlin geboren. Sie lebte vom zweiten bis zum 12 Lebensjahr bei den Großeltern, im Winter in Prenzlauer Berg und im Sommer in Pankow auf einem Pachtgrundstück. 1943 wurden sie in Prenzlauer Berg ausgebombt. Ständiger Wohnsitz wurde das nach und nach winterfest gemacht Sommerhaus. Drei Mal traf es eine Bombe. Eine weitere schlug im Februar 1945 in der Mühlenstraße ein und machte eine Villa zu einem einzigen Schutthaufen. Dort waren alle geretteten Möbel und der Hausrat aus der Stadtwohnung untergestellt, alles war nun weg. Der Rest im Sommerhuas wurde Ihnen bei einem Überfall Ende 1945 geraubt. Die Großeltern halfen, mit ihren leider beschränkten Mitteln, so gut es ging den Juden. Im September 1945 wurde Christel Bott auf Verlnagen der Großmutter in die dritte Klasse eingeschult. Sie schaffte das Schuljahr mit Bravour und durchlief die Schule bis zur neunten Klasse. Anfangs in Berlin Pankow, ab 1949 beim Vater in Berlin Friedrichshain. Ihr Vater erlaubte ihr nicht ein Stipendium für ein Maschinenbaustudium anzunehmen. Sie sollte Geld nach Hause bringen und nicht studieren. Von September 1952 bis Februar 1955 absolvierte sie gegen den Willen des Vaters eine Lehre als Technische Zeichnerin beim Berliner Glühlampenwerk. Dort wurde sie nach den ersten Auszeichnungen später strafversetzt mit Kontaktverbot. Im Osten wurde sie mit achtzehn Jahren volljährig und zog im September nach Westberlin. Von 1967 bis 1984 war sie selbstständig als Kauffrau, Taxifahrerin und Geschäftsführerin. Nach dem Umzug 1985 nach Westdeutschland war sie nur noch Hausfrau. Sie hat eine Tochter und zwei Söhne, geboren 1960, 1961 und 1977. In den Jahren 2002, 2004 und 2022 bekam sie drei Enkelkinder dazu.

Themen in »Isabell«

DDR Nachkriegszeit ab 1949 Berlin - Viermächte Status Ost-Westteilung Ost-Berlin und die Stasi

Stimmen zu »Isabell«

Details

ISBN: 9783756890880
Verlag: BoD – Books on Demand
Erscheinung: 27.01.2023

Link teilen


Über buchnah.de | Die Buchhandlungen | Die Verlage | Impressum & Kontakt | Datenschutz | Presse


Auf dieser Seite kannst Du Buchhandlungen in der Nähe finden