Nichtstaatliche Regelwerke wie die IFRS oder IDW-Standards werden zunehmend vom Gesetzgeber oder bei der Gesetzeskonkretisierung in Bezug genommen – ein rechtspolitisch höchst relevantes wie rechtstheoretisch komplexes Phänomen. Die Autorin erarbeitet Grundlagen der Einbeziehung solcher Regelwerke in die Rechtsordnung und analysiert zwei aktienrechtliche Ausprägungen: die Bezugnahme auf die IFRS bei der Regulierung von Related Party Transactions sowie die Konkretisierung des aktienrechtlichen Sorgfaltsmaßstabs in Bezug auf Corporate Governance-Systeme durch IDW-Standards und COSO-Frameworks. Eine Schnittfeldstudie, die sich neben Aktienrecht und Rechtsquellentheorie auf Rechnungslegung, Wirtschaftsprüfung sowie Betriebswirtschaft erstreckt.
Sophie Miller-Blumenberg
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