Anstatt auf einem einheitlichen Verfahren basiert das Strafverfahren der Europäischen Staatsanwaltschaft strukturell auf der reziproken bi- oder multilateralen Einbindung von Prozessrechten der beteiligten Mitgliedsstaaten unter der ummantelnden Funktion der EuStA-VO. Am Beispiel des transnationalen Beweisverfahrens konturiert das Werk diesen Prozessrechtspluralismus und widmet sich dessen Vor- und Nachteilen. Der Autor untersucht, ob das Wechselspiel, Ineinandergreifen und Nebeneinander unterschiedlichster Prozessrechte geeignet ist, die ambitionierten Prämissen der Strafverfolgungsbehörde zu erfüllen. Anhand zahlreicher Schwachstellen und Entwicklungsfelder werden einzelne Verbesserungsvorschläge zur Zielerreichung unterbreitet.
John Heidemann
EuStA grenzüberschreitende Strafverfolgung grenzüberschreitende Ermittlungen Ermittlung Beweise Beweisverfahren Europäische Staatsanwaltschaft Art. 31, 32 EuStA-VO Ziele der Europäischen Staatsanwaltschaft Bewertung Beweisverwertung unter der EuStA-VO European Public Prosecutor's Office evidence proceedings Articles 31 and 32 of the EPPO Regulation cross-border investigations