Die interdisziplinäre Arbeit befasst sich mit automatisierter Rechtsanwendung und ihren Grenzen am Beispiel des automatisierten/autonomen Fahrens. Es wird untersucht, ob der Regelungsgehalt der verhaltensrechtlichen Verkehrsvorschriften von StVG/StVO für das automatisierte/autonome Fahren ausreichend ist. Der Autor arbeitet dazu die gesetzlichen Anforderungen heraus und zeigt auf, wie diese umgesetzt werden müssen. Anhand der Dilemmasituation wird analysiert, welche Anforderungen an die Programmierung erwachsen. Sodann untersucht der Autor am Beispiel des Abbremsens, ob Fahrzeuge die geltenden Verkehrsvorschriften umsetzen können. Mittels der Formalisierung des Rechts zeigt er schließlich auf, wie Gesetze angepasst werden müssen, damit automatisierte Rechtsanwendung möglich ist.
Hans Steege
Brett des Karneades Mignonette-Fall Sensorik automatisierter / autonomer Fahrzeuge Bedeutung der Dilemmasituation im Straßenverkehr, Menschenwürde Dilemmasituation im Kontext autonomer Fahrzeuge Doctrine of Double Effect, Abstufung im Unrecht, Zufallsgenerator, einmal eingeschlagener Kurs, Ethik-Kommission, Systemperspektive, konsequentialistische Sichtweise, utilitaristische Prinzipien, Verteilungsgerechtigkeit Programmierung von Verkehrsvorschriften Maschinenlesbares Recht § 4 Abs. 1 S. 2 StVO, Abbremsen, zwingender Grund Programmierung der Rechtsprechung, Aktualisierung der Rechtsprechung Formalisierung des Verkehrsrechts Technischer Ausschluss unerlaubter Verhaltensweisen Formalisierung von Rechtsnormen, Formalisierung von Rechtssätzen Formalisierung von Verkehrszeichen, Zeichen und Weisungen, § 36 StVO Formalwissenschaftlicher Einfluss auf das Recht, kombinatorisches Denken, syllogistische Deduktion aus Axiomen, Begriffsjurisprudenz, Rechtsinformatik