Die Autorin analysiert die Entwicklung, rechtliche Einordnung und Bedeutung des Grundsatzes gegenseitigen Vertrauens für das (grundrechtliche) EU-Mehrebenensystem. Hierzu zeigt die Autorin den völkerrechtlichen Hintergrund, die Rechtspolitik, die auf gegenseitiger Anerkennung basierenden Rechtsakte und die Rechtsprechung zum RFSR auf. In einer Zeit, in der die mitgliedstaatliche Rechtsstaatlichkeit als Prämisse des Vertrauens(-grundsatzes) erodiert, befasst sich die Autorin mit dem Wechselwirkungs- und Spannungsverhältnis zwischen normativer Vertrauenspflicht und tatsächlichem zwischenmitgliedstaatlichen Vertrauen sowie dem grundrechtskonformen Austarieren kooperationseffizienzsichernder Vertrauens- und individualschützender Prüfpflichten.
Die Dissertation wurde mit dem Dr.-Eduard-Martin-Preis der Universitätsgesellschaft des Saarlandes ausgezeichnet.
Kristina Müller
Gegenseitiges Vertrauen Grundsatz des gegenseitigen Vertrauens Gegenseitige Anerkennung Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts RFSR Grundrechtsschutz im Mehrebenensystem der EU Rahmenbeschluss über den Europäischen Haftbefehl Dublin-Verordnung Kindesentführung Kindesrückgabe GEAS Gemeinsames Europäisches Asylsystem Gutachten 2/13 Europäischer Haftbefehl Verfassungsprinzipien der EU