Gulistan lebt mit ihrem Mann Çiya in einem Land, das sie anfeindet für ihre Sprache, ihr Denken, ihr ganzes Sein. Unter dem diktatorischen Regime Saddam Husseins werden sie als Kurden verfolgt. Als Çiya verschwindet, begibt Gulistan sich auf die Suche nach ihm. Nichts kann ihren Willen brechen, ihren Geliebten wiederzufinden, auch wenn ihr immer wieder das Ausmaß ihrer eigenen Ohnmacht vor Augen geführt wird. Schließlich begegnet sie Çiya bei einer Versammlung inmitten einer Menschenmasse wieder – in der Uniform des Diktators, als dessen Doppelgänger. Gulistan wird verhaftet und verliert zunehmend den Verstand, doch entwickelt umso stärkere Widerstandskräfte, nicht erst, als sie von ihrer Schwangerschaft erfährt.
Wie soll man nicht dem Wahn verfallen angesichts einer Diktatur, die Wahrheiten verdreht, den Menschen alles nimmt und nichts kennt als die Sprache der Gewalt? Karosh Taha schreibt über die Angst in den Straßen, die Grausamkeit eines paranoiden Systems und den Widerstand durchs Erzählen, vielstimmig, lyrisch, dicht.
Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2026.
Ein Roman über eine kurdische Frau im Irak der Achtzigerjahre und ihren Mann, einen der Doppelgänger Saddam Husseins
Gulîstans Erzählung berührt und greift an, sie ist zart und brutal zugleich, sehr poetisch und ungeheuer kraftvoll
Der neue, lang erwartete Roman von Karosh Taha, bereits vorab mit zahlreichen Stipendien bedacht
Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen
Karosh Taha
KAROSH TAHA wurde 1987 in Zaxo, Kurdistan, geboren. Als Kind floh sie mit ihrer Familie vor der Diktatur Saddam Husseins nach Deutschland. Sie hat Englisch und Geschichte an der Universität Duisburg-Essen und in Kansas Anglistik studiert. Nach ›Beschreibung einer Krabbenwanderung‹ und ›Im Bauch der Königin‹ ist ›Gulistan‹ ihr dritter Roman. Taha erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, u. a. die Alfred-Döblin-Medaille, und steht mit ›Gulistan‹ auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2026.
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»[›Gulistan‹] zeigt, wozu Literatur fähig ist.«
FRANKFURTER RUNDSCHAU
»hypnotisch dichte Sprache«
NDR KULTUR Literaturredaktion
»Die Geschichte dieses Paares wird zum Echoraum für die Gewalt im Irak in den achtziger, neunziger Jahren.«
Marie Schoeß, DEUTSCHLANDFUNK Büchermarkt
»[Die poetischen Mittel sind das,] [w]as es […] eben zu einer so besonderen Erzählform macht.«
Marija Bakker, WDR5 Westart
»Das ist wirklich ein ganz besonderes Buch.«
Marlen Hobrack, RBB RADIO3
»In ihrem Roman ›Gulistan‹ setzt nun die vielfach preisgekrönte Autorin Karosh Taha diesen sprachlosen Opfern ein Denkmal […].«
Anja Herzog, RBB RADIO3
»Karosh Taha hat ein mutiges Buch geschrieben.«
Martin Oehlen, KÖLNER STADT-ANZEIGER
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