Empirische Untersuchung der Akzeptanz sozialer Ungleichheit in neuen und alten Bundesländern anhand von Allbus-Daten mit vorangestellter Diskussion eines geeigneten Messinstruments
Wenn es um die Verteilung gesellschaftlicher Güter und Ressourcen geht,
schwingt immer auch die Frage nach Gerechtigkeit mit und bestimmt das Konflikt-
potenzial einer Gesellschaft maßgeblich. In diesem Zusammenhang interessiert weniger
die ethische und moralische Diskussion sozialer Gerechtigkeit, sondern vielmehr die em-
pirische Verteilung subjektiven Gerechtigkeitsempfindens einzelner Individuen inner-
halb eines gesellschaftlichen Kontexts. Eine derartige Betrachtung ist insofern vonnöten,
als die Gesamtheit tatsächlicher Haltungen in Bezug auf die Verteilung gesellschaftlicher
Ressourcen und zugrundeliegende Verteilungsprinzipien das Ausmaß des inneren Zu-
sammenhalts einer Gesellschaft maßgeblich prägt.
In diesem Buch wird Methodenkritik an einem zur Erfassung der Akzeptanz sozialer Ungleichheit verwendeten Instrument verübt. Hierfür wird die innere Konsistenz der verwendeten Items mithilfe von Faktoren- und Reliabilitätsanalysen überprüft.
Im zweiten Teil erfolgt die Analyse der zeitlichen Veränderung der Akzeptanz sozialer Ungleichheit in neuen und alten Bundesländern anhand von Allbus-Daten.
Anja Sörgel
Anja Sörgel lebt in Berlin und hat 2021 ihren Abschluss in Soziologie an der TU Berlin gemacht.
Soziale Ungleichheit Methoden empirische Sozialforschung Faktorenanalyse Armut Akzeptanz social inequality