Seit Beginn der Energiewende werden kontinuierlich Lösungen zur Automatisierung der Niederspannungsebene entwickelt. Dieses Buch stellt eine solche Lösung und etwaige Weiterentwicklungen dar.
Seit Beginn der Energiewende werden kontinuierlich Lösungen zur Automatisierung der Niederspannungsebene entwickelt und weiterentwickelt. Diese Lösungen werden auch als Smart Grid beschrieben und durch die Bundesnetzagentur wie folgt definiert: „Das konventionelle Elektrizitätsnetz wird zu einem Smart Grid, wenn es durch Kommunikations-, Mess-, Steuer-, Regel- und Automatisierungstechnik sowie IT-Komponenten aufgerüstet wird. Im Ergebnis bedeutet „smart“, dass Netzzustände in „Echtzeit“ erfasst werden können und Möglichkeiten zur Steuerung und Regelung der Netze bestehen, sodass die bestehende Netzkapazität tatsächlich voll genutzt werden kann.“ Diese Definition beschreibt die zwei wesentlichen Aufgaben, welche durch eine Niederspannungsautomatisierung in Echtzeit durchzuführen sind. Einerseits ist die Netznutzungssituation zu erfassen und zu bewerten. Andererseits muss die Niederspannungsautomatisierung möglichst eigenständig Regelungseingriffe für verschiedene Netznutzungssituationen, wie beispielsweise Spannungsbandverletzungen und Betriebsmittelüberlastungen, durchführen. Diese Kernaufgaben der Niederspannungsautomatisierung sind sukzessive zu erweitern, da der Wandlungsprozess des Elektroenergieversorgungssektors noch nicht vollständig definiert und abzuschätzen ist. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Niederspannungsautomatisierung ist aus diesem Grund nötig, sodass neue Funktionen und Zielgrößen zu ergänzen sind. In diesem Buch wird eine solche Weiterentwicklung dargestellt, welche das System zur Niederspannungsautomatisierung adaptiv, aufwandsminmal und fehlerrobust gestaltet.
Philippe Steinbusch
Philippe Steinbusch
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