Eliza May Drayden ist bereits tot, als der Roman 1847 im englischen Yorkshire beginnt. Sie wuchs mit ihren Schwestern in einem einsamen Pfarrhaus in dem kleinen Dorf Bridge Fowling auf, wo sie vor dem wütenden Tod, der nach und nach ihre Familie dahingerafft hat, in eine Fantasiewelt flüchtete. Das Ergebnis: der so verstörende wie faszinierende Roman Haegar Mass – Effekthascherei, urteilen die Zeitgenossen, ein Meisterwerk, schwärmt die Nachwelt. Mit den Jahren wächst ihr Ruhm, ebenso wie das Mysterium der Drayden-Schwestern – zumal sich eines Tages herausstellt, dass der Sarg der großen Schriftstellerin, zu dem jährlich Tausende Literaturliebhaber pilgern, leer ist. Über das Leben Elizas ist wenig bekannt, die Todesumstände sind geheimnisumwittert, und neben ihrem Roman hat sie nur ein Notizbuch mit undurchsichtigen Zeichnungen, Gedichten und Tabellen hinterlassen. Wir lernen Eliza durch die Leben von Menschen kennen, die alle auf die eine oder andere Weise mit ihr zusammenhängen, und in Auszügen aus Biografien und Zeitungsartikeln, die die großen Rätsel zu lösen suchen.
Inspiriert vom Leben und Werk der britischen Schriftstellerin Emily Brontë schafft Anjet Daanje ein kaleidoskopisches Meisterwerk über die ewige Suche des Menschen nach Stabilität und Sinn – und inszeniert dabei ein packendes literarisches Verwirrspiel.
Anjet Daanje
Anjet Daanje, 1965 in Wijster geboren, studierte Mathematik an der Universität Utrecht. Sie schreibt Romane, Kurzgeschichten und Drehbücher. Die Filme, für die sie das Skript verfasste, wurden mit insgesamt 17 internationalen Filmpreisen ausgezeichnet, darunter ein Goldener Bär. Daanje erhielt zahlreiche Literaturstipendien und -preise. Der erinnerte Soldat stand auf der Longlist des Libris Literatuurprijs und gewann den F. Bordewijk-prijs. Ihr jüngster, hochgelobter und mit vielen Preisen ausgezeichneter Roman Het lied van ooievaar en dromedaris wird ebenfalls in der Friedenauer Presse erscheinen.
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»Ulrich Faure ist seit Jahren einer der versiertesten Übersetzer aus dem Niederländischen.«
Marc Reichwein ()
»Ulrich Faure hat sich dem Wagnis gestellt, diese Welt ins Deutsche zu übertragen. Für alle, die Literatur als Entdeckungsreise verstehen.«
Sven Trautwein ()
»Ein Titel voller Poesie – und ein Buch, das zeigt, wie reich die niederländischsprachige Literatur ist.«
Sven Trautwein ()
»Anjet Daanje ist eine ausgebuffte Weltkonstrukteurin.« – Katharina Borchardt, Deutschlandfunk Kultur
Katharina Borchardt ()
»Die Brontë-Hommage wird zu einer Feier der Erfindungs- und Empfindungskunst. Bravo!« – Roland Gutsch, MMV Medienanstalt
Roland Gutsch ()
»Dieses Erzählabenteuer sollte man unbedingt miterleben.« – Katharina Borchardt, SWR
Katharina Borchardt ()
»Eine hymnische Epopöe auf die Kraft des Erzählens und auf das Faszinosum von Literatur als Halt, Ziel, lebenssinnstiftendes Medium.« – Alexander Kluy, Buchkultur
Alexander Kluy ()