Viktor Jerofejew Jerofejew Die neue Barbarei

Die neue Barbarei

von Viktor Jerofejew

Roman

EUR 26,00

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Beschreibung

In Zeiten einer neuen Barbarei, da Staats- und Regierungschefs die Welt aufteilen wie Mafiosi, entwirft Viktor Jerofejew ein grell schillerndes Panorama menschlicher und politischer Abgründe, in dem Wahrheit zum Spiel und Moral zur Attitüde wird.


Während Putin als »Pontschik« erscheint – ein in Öl gebackener Krapfen mit Loch in der Mitte, Symbol einer aufgeblähten Leere –, geriert sich die Opposition in der Pose der Märtyrer. Im Zentrum steht die »Russische Schuld«, eine weibliche Allegorie des Landes und Objekt der Begierde des Protagonisten. Mit ihr macht sich Jerofejews Alter Ego auf ins »Himmlische Moskau«, eine surreale Landschaft zwischen Traum, Erinnerung und Farce, in der Geschichte und Gegenwart ineinanderstürzen. Dort begegnen sich Stalin und Rilke, Zwetajewa und Merkel, und selbst die großen russischen Klassiker – von Puschkin bis Tolstoi – treten als Zeugen einer endlosen Wiederkehr der Gewalt auf. In dieser alchemistischen Mischung aus Autobiografie, Essay und Allegorie entsteht das Bild eines Landes, das an seiner eigenen Mythenlust zerbricht – und zugleich den Leser in den Sog seiner Sprache reißt. Die neue Barbarei ist Jerofejews radikalstes Buch: Satire, Dichtung und tragikomische Liebeserklärung an ein Russland, das sich selbst verloren hat.


Nach 20 000 verkauften Exemplaren von Der Große Gopnik der neue Roman vom meistgelesenen russischen Autor der Gegenwart



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»Welches Reifezeugnis stellen wir einem Menschen aus, dessen letzter Eindruck von der russischen Literatur in der Schule Viktor Jerofejew ist, der Gott weiß wie viel angerichtet hat und dann aus Russland weggegangen ist?« fragte kürzlich die Duma-Abgeordnete und Literaturkritikerin Elena Yampolskaya und bedankte sich bei Präsident Wladimir Putin »für den Auftrag, eine einheitliche staatliche Bibliothek russischer Literatur und Lehrbücher zu erstellen.« Prosa und Poesie müssen im Geist »der Wahrheit über den Fleischwolf, in den unglückliche Menschen von talentlosen Befehlshabern geworfen wurden« geschrieben werden. Es sei klar, »dass sich in Verbindung mit den Lehrbüchern natürlich auch die Lehrpläne ändern werden, und Autoren wie Ossip Mandelstam oder Viktor Jerofejew keinen Platz mehr erhalten dürfen.«



Autor*in

Viktor Jerofejew
Viktor Jerofejew, 1947 in Moskau geboren, wurde weltweit bekannt durch seinen 1989 erschienenen und in 27 Sprachen übersetzten Roman Die Moskauer Schönheit. 1979 wurde er wegen seiner Beteiligung an der Literaturanthologie Metropol mit von der Zensur verbotenen Texten verschiedener Autoren aus dem Schriftstellerverband der UdSSR ausgeschlossen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gab er diesen von ihm als »Röntgenapparat, der die ganze Gesellschaft durchleuchtete« bezeichneten Almanach in einer Reihe neu heraus. Zudem ist er Herausgeber der ersten russischen Nabokov-Ausgabe. Er schreibt regelmäßig für die New York Times Book Review, DIE ZEIT, die FAZ und DIE WELT und gilt als kritischer Intellektueller wie auch als einer der bekanntesten russischen Gegenwartsautoren.

Themen in »Die neue Barbarei«

Russland Ukraine Putin Arendt Diktatur Faschismus Autoritarismus Dugin Moskau Stalin

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Details

ISBN: 9783751804103
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
Erscheinung: 26.03.2026

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