Der „Eintritt in den Weg des Erwachens“ ist eine über 1200 Jahre alte Schrift, die vom indischen Gelehrten Santideva als eine Zusammenfassung der Sutren Buddhas niedergelegt wurde.
Der „Eintritt in den Weg des Erwachens“ ist eine über 1200 Jahre alte Schrift, die vom indischen Gelehrten Santideva als eine Zusammenfassung der Sutren Buddhas niedergelegt wurde. Insofern bietet sie tiefgründige Einblicke in das Weltbild des Buddhismus. Im 8. Jahrhundert ist eine Abfassung dieses Textes nach Tibet gelangt, wo eine eigene Praxis ritueller Sprechgesänge mit ihm entstanden ist. Für diese ursprüngliche Tradition sind die Verse hier in eine neue prosaische Fassung gebracht worden. Der Herausgeber hat, in Kenntnis aller bedeutenden Übersetzungen und verfügbaren Quellen der Auslegung, ein Werk geschaffen, das Freude bei der Rezitation bereitet und eindrucksvolle Annäherungen an den Weg des Mahayana ermöglicht. Wie in keiner anderen Ausgabe der Bodhicaryavatara, wurden den Versen ausführliche Kommentare beigefügt, die das Verständnis dieser historischen Schrift vertiefen.
Śāntideva (Pandit)
Śāntideva war ein indischer Gelehrter, dessen Lebensspanne von 687 bis 763 n. Chr. reichte. Er wurde als Kronprinz einer königlichen Familie in Gujarāt (Südwestindien) geboren, entschied sich jedoch für ein Leben als Waldmönch. Später wurde er ein berühmter buddhistischer Pandit. Die Bodhicāryavatāra ist etwa im 8. Jhdt. in Kashmir niedergeschrieben worden. Im 11. Jhdt. wurde sie durch Dharmaśrībhadra und Lotawa Rinchen Sangpo, in Vergleich mit dem zentralindischen Wurzeltext und den dazugehörigen Kommentaren, korrigiert. Im 12. Jhdt. unterzogen Sumatikīrti und Loden Sherab den Text einer weiteren Überarbeitung. Die Bodhicāryavatāra ist damit einer der wichtigsten buddhistischen Wurzeltexte aus Indien, die sowohl in Sanskrit als auch auf Tibetisch erhalten geblieben sind.
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