– BEIM SEHEN MUß MAN ZUSEHEN, BEIM HÖREN ZUHÖREN, BEIM LESEN NACHLESEN UND -DENKEN, BEIM SCHWEIGEN UND SPRECHEN VORAUSDENKEN, BEIM SCHREIBEN NACHDENKEN –
Deutsch als Muttersprache – Deutsch als Zweitsprache – Deutsch als Fremdsprache – Deutsch als mißverstandene Muttersprache, Zweit- oder Fremdsprache: Ist Deutsch etwa die Wurzel des „Doktor Hoffender“, also des „Esperanto“?!
– BEIM SEHEN MUß MAN ZUSEHEN, BEIM HÖREN ZUHÖREN, BEIM LESEN NACHLESEN UND -DENKEN, BEIM SCHWEIGEN UND SPRECHEN VORAUSDENKEN, BEIM SCHREIBEN NACHDENKEN –
Der Anspruch, eine Sprache perfekt sprechen zu wollen und die Vermutung sie perfekt sprechen zu können – (seit) wann auch immer(!) – ist ebenso wenig haltbar geschweige denn effizient, wie die Versuchung ein perfekter Mensch werden und sein zu wollen. Jede(r) Muttersprache(ler) entwickelt zunächst eine innere Artikulation und äußere Vokalisierung des Banalen und Trivialen im Alltag seiner (zwischen)menschlichen Belange. Der tiefe Anspruch des Daseins und zugleich Sprachbewußtseins führt nicht um das Selbstverständliche menschlicher Existenz und Subsistenz herum, sondern durch sie hindurch. Insofern ist fraglich, ob ein Muttersprachler andere Seinesgleichen in einer fremden Sprache verstehen könnte, ohne sich selbst in Sein und Sprache auf den Grund des Bewußtseins und Kulturverständnisses gegangen zu sein.
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NACHTRÄGE (I/II) ZUM ZUSTAND DER DEUTSCHEN SPRACHE
Die „Rechtschreibung und -Sprechung“ dieser Sprache sollte – wie das „Recht“ an sich, das sich ihrer auf anderweitig merkwürdige Weise bedient wie auch vergreift – nicht ihr eigenes Rätsel bis zur absoluten Unverständlichkeit hin weiterentwickeln sollen und dürfen oder das schlichte Eingeständnis wagen, im Prinzip ein reines Glaubensbekenntnis in gemeiner, labyrinthischer Vielfalt (gewesen) zu sein.
Norman Bool
Ich interessiere mich für Sprachen im Sinne der Vielfalt des Denkens, Sprechens und Tuns, genauer gesagt für eine bestimmte Sprache, von der ich mit jeder neuen Erkenntnis umso weniger zu wissen scheine, sie rechtmäßig bzw. richtig handzuhaben. Obgleich sie doch meine Muttersprache ist, bzw. hätte sein wollen und sollen, ist sie mir ein Leben lang zur Fremdsprache geraten. Die „Rechtschreibung und -Sprechung“ dieser Sprache sollte nicht ihr eigenes Rätsel bis zur absoluten Unverständlichkeit hin weiterentwickeln sollen und dürfen oder das schlichte Eingeständnis wagen, im Prinzip ein reines Glaubensbekenntnis in gemeiner, labyrinthischer Vielfalt (gewesen) zu sein. Ich bin der Vogel und die Perspektive mich hieraus zu befreien.
DEUTSCH DEUTSCH ALS FREMDSPRACHE SPRACHKRITIK „KASPAR“ ALPHABETISIERUNG AUFKLÄRUNG PHILOSOPHIE