Die Autorin untersucht, inwiefern auf die Machtposition der Plattformbetreiber sozialer Netzwerke mit einer Beschränkung der Privatautonomie reagiert werden kann, bzw. muss. Den Plattformbetreibern kommt inzwischen eine besondere Machtposition im öffentlichen Meinungsbildungsprozess zu, indem sie diesen durch die Moderation von Nutzerinhalten gemäß ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen bestimmen. Nach einer umfassenden Analyse der einschlägigen nationalen und europäischen Vorgaben, insbesondere des DSA, sowie der instanz- und höchstrichterlichen Entscheidungen und einem Rechtsvergleich zum britischen Online Services Act, entwickelt die Autorin verfahrensrechtliche und inhaltliche Vorgaben für die Inhaltemoderation de lege ferenda.
Katharina Nebel
besondere Machtposition für den öffentlichen Meinungsbildungsprozess comparative law content moderation Digital Services Act Drittwirkung von Grundrechten Großbritannien Inhaltemoderation Nutzungsbedingungen Online Services Act Platform regulation Plattformregulierung powerful position in the public opinion-forming process Rechtsvergleich terms and conditions third-party effect of fundamental rights