Das Trennungsprinzip schützt Konzerngesellschaften vor Haftungsrisiken ihrer Tochtergesellschaften. Bei Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette können sich Betroffene regelmäßig nur an die unmittelbar verantwortliche Tochtergesellschaft wenden. Das deutsche LkSG hat Unternehmen rechtsträgerübergreifende Sorgfaltspflichten auferlegt. Eine Außenhaftung für Sorgfaltsverstöße hat der Gesetzgeber ausdrücklich abgelehnt. Vor diesem Hintergrund untersucht die Arbeit die Frage, ob das konzernrechtliche Trennungsprinzip durch den deutschen ordre public geschützt wird. Zu diesem Zweck analysiert die Verfasserin aktuelle rechtspolitische und rechtsvergleichende Aspekte. Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der aufgearbeiteten Argumente.
Thea Schenk-Busch
Deliktsrecht Durchgriffshaftung Gesellschaftsrecht Human Rights Litigation Konzernrecht LkSG Wirtschaftsrecht UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte Verkehrspflichten Loi de Vigilance Anwendbares Recht Zugang zu effektiven Rechtsmitteln Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz UN Guiding Principles on Business and Human Rights Duty of care