In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird die Effizienz von Tourismusorganisation im zentralistisch organisierten Frankreich sowie im föderalistisch organisierten Deutschland untersucht.
Während in Deutschland das Grundprinzip des Föderalismus vorherrscht, ist der französische Staat nach einem zentralistischen Prinzip
gegliedert. Entsprechend des daraus resultierenden ´Prinzips des starken Staates´ in Frankreich ergeben sich für die Organisation von Tourismus weitgehend staatlich gelenkte Strukturen, wenngleich Dezentralisierungstendenzen zu verzeichnen sind. Im deutschen Staatssystem sind dies analog die Destinations-Management-Organisationen (DMOs) der Bundesländer sowie die regionalen Tourismusverbände. Im Zuge der Auswertung von relevanter Literatur zum Thema, wird untersucht, dass die französischen bzw. frankophonen Veröffentlichungen tendenziell vom Begriff ´Territorium´ ausgehen und im Zuge dessen prüfen, inwieweit das jeweilige Gebiet mit seinen Angebotsfaktoren und in Form von Infrastrukturplanung etc. als touristische Destination fungieren kann. In deutschen bzw. deutschsprachigen Veröffentlichungen hingegen liegt der Fokus auf der Optimierung der Arbeit von Tourismusorganisationen für das optimale Tourismusmanagement einer Destination. Im Rahmen der Analyse der Organisation von Tourismus in beiden Hauptstadtregionen wurde die Abdeckung der in der Literatur entwickelten, typischen Funktionen von Tourismusorganisationen untersucht. Als Fallbeispiele dienten dabei die in den Hauptstadtregionen für die Organisation von Tourismus zuständigen Akteure. Dies sind das CRT Paris Ile-de-France auf französischer Seite sowie die Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH (TMB) und VisitBerlin als DMOs für Brandenburg bzw. Berlin.
Konrad Wetzel
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Nachhaltigkeit Tourismus Destination Destinationsmanagement DMO Berlin-Brandenburg Ile-de-France