Günter Gießler ist Schuleiter eines Gymnasiums und einer Oberschule. Er musste die Erfahrung sammeln, dass Schule, so wie wir sie in Deutschland machen, nicht funktioniert.
Günter Gießler ist Schuleiter eines Gymnasiums und einer Oberschule. Er musste die Erfahrung sammeln, dass Schule, so wie wir sie in Deutschland machen, nicht funktioniert. Das war der Antrieb, dieses Buch zu schreiben. Im ersten Teil werden die Schwächen unseres Schulsystems vorgestellt: Die Interessen, Lernbedürfnisse und Begabungen der Schüler werden in der Schule kaum wahrgenommen. Selbst moderne pädagogische Theorien können sich nicht von dem Verständnis lösen, dass der Schüler zuerst ein Objekt ist. Wir geben vor, was er und wie er lernen soll. Die Lehrer können die Ziele, die durch die Lehrpläne vorgeben sind, nicht erreichen. Eltern versuchen ihre Kinder zu unterstützen, organisieren und bezahlen Nachhilfestunden und machen den Lehrern Vorwürfe, dass sie die Schüler nicht richtig unterrichten. Die Unzufriedenheit führt zu Konflikten zwischen Schülern, Lehrern und Eltern. Im zweiten Teil werden die Fehler des gegenwärtigen Schulsystems analysiert: 1. Lehrpläne und Fächer, die an alle Schüler einer Schulform die gleichen Anforderungen stellen. 2. Noten, die alle Schüler an gleichen Maßstäben messen. 3. Verhaltenserwartungen, die entwicklungspsychologische Besonderheiten und individuelle Unterschiede nicht berücksichtigen. Im dritten Teil wird eine kopernikanische Wende in unserem Schulverständnis vorgeschlagen. Der Autor plädiert für eine Schule, die den Schüler mit seinen Begabungen, Interessen und Lernbedürfnissen in den Mittelpunkt stellt. Es ist der Versuch zu beschreiben, wie eine Schule beschaffen sein muss, die die kopernikanische Wende vollzieht und vom Lernenden aus gedacht wird.
Günter Gießler
Autor
Lehrplan Schulfrust Schulsystem Schulverständnis Schwäche Ungleichbehandlung falsche Gleichbehandlung Überforderung der Lehrer