Man sagt, das Leben schreibt die besten Geschichten. Doch bis eine wahre Geschichte dann tatsächlich filmreif wird, muss noch einmal tüchtig umgeschrieben werden. Erbarmungslos werden Beteiligte rausgestrichen oder umgepolt – was den Handlungsfluss stört, kommt weg. Der Held wird heller, sein Gegenspieler dunkel schraffiert. Oder es werden drei, vier reale Menschen zu einer Filmfigur verschmolzen. Wer sich nicht entwickeln will, muss angeschoben werden, ja und irgendwie muss da noch eine Liebesgeschichte rein. Kurzum: Auch die realen Helden haben sich den eisernen Drehbuch-Regeln zu beugen.
Doch wo ist dann die Grenze, wo wir sagen wollen: Das geht nun doch zu weit. Was habt ihr aus der Geschichte gemacht? Und darf das Label «Based on a true Story» / «nach einer wahren Begebenheit» eigentlich noch verwendet werden?
Für dieses Buch haben sich 15 Journalistinnen und Journalisten 21 Filme, die «nach wahren Begebenheiten» entstanden sind, unter die Lupe genommen, um aufzuzeigen, wo jeweils die wahre Geschichte endet, wo die Fiktion beginnt und welche Ereignisse nicht ins Drehbuch passten und darum nonchalant ignoriert wurden.
Wolfgang Wissler
Wolfgang Wissler, 1960 in Basel geboren, war bis zum Ruhestand Redakteur der Tageszeitung "Südkurier" (Konstanz) und dort lange mit Medienthemen betraut. Zudem schrieb er mehrere Bücher; zuletzt erschien 2023 sein Roman "Straffers Nacht". Wissler lebt mit seiner Familie in Konstanz.
wahre Begebenheiten behind the scenes hinter den Kulissen Filme Schindlers Liste True Crime Oppenheimer Die Unbestechlichen Ziemlich beste Freunde Bohemian Rhapsody Pocahontas Filmgeschichten Kino und Geschichte Historische Wahrheiten im Film Filme und ihre wahren Hintergründe